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RSV setzt mit Belal Enaba ein Zeichen

Lokalsport: RSV setzt mit Belal Enaba ein Zeichen
Ein alter Bekannter kehrt zurück: Zwischen 2008 und 2011 war Belal Enaba Spieler des Rheydter SV, nun hat er das Traineramt beim Hockey-Klub übernommen. Neben den Ersten Herren soll der 42-Jährige auch einige Jugendmannschaften betreuen. FOTO: Hockeyimage.net/Quednau, Falk Janning
Hockey. Der Ex-Spieler, der auch viele Jahre für den GHTC aktiv war, übernimmt das Traineramt beim Hockey-Klub. Von Thomas Grulke

Belal Enaba weiß, was auf ihn zukommt. "Es wird Geduld und harte Arbeit gefragt sein. Aber dafür bin ich da", sagt der 42-Jährige. Enaba hat gerade eine erfolgreiche Zeit beim DSD in Düsseldorf beendet, den Klub zurück in die Regionalliga geführt und in der Halle mit ihm den Verbleib in der Zweiten Bundesliga geschafft. "Ich hatte mit dem DSD große Erfolge, doch ich bin froh, jetzt wieder nah bei meiner Familie arbeiten zu können", sagt der Ägypter, der zurück ist in Mönchengladbach.

Seit seinem Wechsel nach Deutschland im Jahr 2000 hat er viele Jahre für den Gladbacher HTC gespielt, später dann auch für den Rheydter SV. Nun kehrt er als Trainer nach Rheydt zurück - zu einem Klub, für den es nach den gescheiterten Verschmelzungsgesprächen der beiden Traditionsvereine darum geht, sich trotz großer Verluste eine Zukunftsperspektive aufzubauen. Denn die Rheydter Herren spielen auf dem Feld nur noch in der Verbandsliga, und der Großteil der Kinder und Jugendlichen ist jetzt beim Lokalrivalen aktiv.

Ein alter Bekannter kehrt zurück: Zwischen 2008 und 2011 war Belal Enaba Spieler des Rheydter SV, nun hat er das Traineramt beim Hockey-Klub übernommen. Neben den Ersten Herren soll der 42-Jährige auch einige Jugendmannschaften betreuen. FOTO: Hockeyimage.net/Quednau, Falk Janning

"Mir ist es wichtig, dem RSV in dieser schwierigen Situation zu helfen", sagt Enaba, der froh ist, dass die Rheydter Anfrage erst nach der geplatzten Fusion kam. "Ich habe noch viele Freunde beim GHTC, habe dort lange gespielt. Aber jetzt bin ich Trainer beim RSV. Und ich freue mich darauf, in Rheydt jene zu trainieren, die auch wirklich für den RSV einstehen wollen", sagt Enaba. Er soll neben den Ersten Herren auch einige Jugendmannschaften übernehmen und zudem die übrigen Rheydter Trainer betreuen.

"Belal ist in unserer Situation ein absoluter Glücksfall. Er ist ein Symphatieträger, der sich mit unseren Zielen identifiziert und mit Herzblut an die Aufgabe herangeht", sagt RSV-Vorstandsmitglied Stefan Cymorek, der sich aktuell um das Hockey-Ressort kümmert. Besonders wichtig ist ihm eine Botschaft, die mit der durchaus prominenten Verpflichtung verknüpft ist: "Beim RSV geht Hockey nicht unter."

Noch weiß der Klub nicht, mit wie vielen Jugendmannschaften er in die Hallensaison starten kann, viele Nachwuchsspieler müssen sich noch entscheiden, ob sie nach der geplatzten Fusion nach Rheydt zurückkehren oder in Gladbach bleiben. Denn im Zuge der Verschmelzungspläne hatten die RSV-Talente ihren Spielerpass für die Feldsaison auf den GHTC umschreiben lassen. "Uns war es wichtig, frühzeitig ein Zeichen zu setzen, dass wir weiterhin gute Trainer haben und ein familienfreundliches und finanziell faires Angebot garantieren", sagt Cymorek.

Im Herren-Bereich ist die Ausgangslage klarer, dort steht Enaba ein kleiner Kader zur Verfügung mit Spielern, die zum Teil vor einem Jahr noch in der Zweiten Bundesliga spielten. Nun geht es in der Verbandsliga darum, die Negativerlebnisse hinter sich zu lassen und neu anzugreifen. Und in der folgenden Hallensaison wartet auf das Team die schwere Prüfung in der Regionalliga. "Natürlich ist das auch eine Kopfsache. Aber ich habe zum Trainingsstart eine Gruppe vorgefunden, die total motiviert ist", sagt Enaba. Und auch wenn ihm nicht viel Zeit bleibt bis zum Saisonbeginn am 23. August, geht er seine neue Aufgabe optimistisch an. Dafür hat der RSV ihn geholt.

Quelle: RP
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