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Fußball
Rücktritte nach Sleegers Sieg

Thomas Sleegers wird neuer Kreisschiedsrichter-Obmann des Fußballkreises Das entschied gestern Abend der Kreisschiedsrichtertag. In einer Kampfabstimmung um den Posten setzte er sich gegen den bisherigen Amtsinhaber Markus Fliege durch, der den Unparteiischen seit 2001 vorstand. Von Sascha Köppen

Während Sleegers 84 Stimmen für sich verbuchen konnte, entfielen auf Fliege lediglich 60 Stimmen. Formal gewählt wird Sleegers jedoch erst vom Kreistag im April. Der Kreisschiedsrichtertag kann lediglich den Vorschlag machen, die Wahl gilt jedoch nur als formaler Akt.

Zu seinen Beisitzern wurden bei zahlreichen Gegenstimmen und Enthaltungen Tim Dieball und Kurt Kochen gewählt, das gilt auch für den neuen Jungschiedsrichter-Referenten Lukas Hülsen. Der Lehrwart, der das fünfköpfige Gremium komplettiert, wird nun vom Vorstand bestimmt. Dabei wird es sich um Gerd Lippold handeln.

Der Wahl voraus gegangen war eine knapp dreistündige Versammlung, bei der es verbal hoch her ging. Die Konsequenzen, die diese nicht umstrittene Wahl nun hat, sind in Gänze noch nicht absehbar. Noch vor der Entscheidung hatte der Kreisvorsitzende Franz-Josef Vos angekündigt, dass auch weite Teile des Kreisvorstandes von ihren Ämtern zurücktreten würden, sollte es zur Wahl von Sleegers kommen.

Der Vorsitzende des Kreisfußball-Ausschusses, Thomas Klingen, kündigte gestern zunächst gar seinen sofortigen Rückzug an, wird sein Amt allerdings noch bis zum Kreistag Ende April fortführen.  Ein Schiedsrichter gab Sleegers unmittelbar im Anschluss an die Wahl auf dem Podium sogar seinen Schiedsrichter-Ausweis zurück. Die Beteuerungen, dass nun unter den Schiedsrichtern endlich wieder Ruhe einkehren müssen, scheinen noch also nur ein frommer Wunsch zu sein.

Quelle: RP
 
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