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Fußball
Schlammschlacht der Schiris droht

Die Welt der Schiedsrichter beim Deutschen Fußballbund ist durch den "Fall Amerell" in Unordnung, wenn nicht gar aus den Fugen geraten. Aber auch im Kreis Mönchengladbach-Viersen kracht es gewaltig. Von O. E. Schütz

Wenn sich am Montagabend die ehrenamtlichen Pfeifenmänner in Eicken zum alle drei Jahre fälligen Kreisschiedsrichtertag treffen, droht eine Schlammschlacht, wie es sie hier noch nicht gegeben hat.

Im fünfköpfigen noch amtierenden Kreisschiedsrichterausschuss sind die Fronten so verhärtet, dass eine friedliche Einigung kaum möglich scheint. Auf der einen Seite steht Obmann Markus Fliege mit drei Getreuen, auf der anderen Thomas Sleegers. Das ist der Mann, der einen Großteil der Arbeit machte, aber nicht nur auf den Fußballplätzen als (fachlich untadeliger) Mister Gnadenlos bekannt ist, sondern nun auch im Schiedsrichtergremium mit harten Bandagen gegen seine Kaltstellung vorgehen und zur Kampfkandidatur antreten will.

Es geht um angeblich unklare oder noch nicht vollständige Abrechnungen, vor allem beim mit einem fast sechsstelligen Etat ausgerichteten Schiedsrichter-Hallenmasters 2009 in Gladbach. Auch noch um angeblich verkaufte oder per Ebay versteigerte Eintrittskarten, die Borussia den Schiedsrichtern unentgeltlich zur Verfügung stellt. Und nicht zuletzt wie beim DFB um Macht. Um die wird, glaubt man Insidern, mit allen Mitteln gekämpft, bis hin zu angeblichen Schreiben an die Staatsanwaltschaft.

195 Schiedsrichter hat der Kreis. Je nach Ausgang heute könnten etliche in die Nachbarschaft abwandern. Das wäre auf keinen Fall im Sinn des Fußballs, für den sie doch alle tätig sein wollen. 

Quelle: RP
 
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