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Lokalsport
Schmidt läuft bei U23-DM in Wattenscheid auf Rang zwei

Leichtathletik. Die 800-Meter-Läuferin der Turnerschaft Neuwerk muss nur eine erwartbare Konkurrentin im Endspurt vorbeiziehen lassen. Von Paul Offermanns

Sarah Schmidt von der Turnerschaft Neuwerk (LAZ Mönchengladbach) hat bei den Deutschen U23-Juniorenmeisterschaften im Lohrheidestadion in Wattenscheid mit ihrer bekannt offensiven Laufgestaltung in 2:06,19 Minuten die Vizemeisterschaft über die 800 Meter errungen. Nach einer langen Saison, die in den Vereinigten Staaten schon Anfang April begonnen hatte, konnte sich die 19-Jährige noch einmal motivieren und stellte sich der Konkurrenz in ihrer Paradedisziplin.

Obwohl der Vorlauf eher eine Pflichtaufgabe war, ging sie hier schon sehr konzentriert ins Rennen, kontrollierte das Tempo von der Spitze weg und sicherte sich als Vorlaufsiegerin in 2:09,61 Minuten problemlos die Endlaufteilnahme. Hinter ihr ging der Lauf sehr eng aus mit Katharina Trost (LG Festina Rupertwinkel) in 2:09,69 und Muriel Pfläging (ASV Köln) 2:09,93 auf den Plätzen zwei und drei.

Im Endlauf war es dann eigentlich klar: Die starke Dormagenerin Tanja Spill war einfach nicht zu schlagen. Für Schmidt ging es nun um die Silbermedaille. Die Gegnerinnen konnten von Spill, die in dieser Saison immerhin schon 2:01,63 Minuten gelaufen war, kaum erwarten, dass sie etwas fürs Tempo tun würde. Sie verließ sich aufs Neue auf ihre Spurtstärke. Schmidt (Saisonbestzeit: 2:03,78) nahm somit das Tempo in die Hand. Mit einer forschen Gangart riss sie das Feld auf der ersten Runde (60 Sekunden) schon auseinander. Spill hing ihr an den Fersen. Schmidt hielt die Geschwindigkeit auch in der zweiten Runde hoch. Dadurch hatte sie auf den letzten 200 Metern einen komfortablen Vorsprung auf Rang drei. Spill zog Mitte der letzten Kurve ihren Endspurt an und setzte sich ein wenig ab. Auch Schmidt beschleunigte ihre Geschwindigkeit ein wenig und lief letztlich nicht bedrängt von den anderen Läuferinnen zur Vizemeisterschaft, "ohne am Ende alles geben zu müssen", wie sie hinterher sagte.

Spannend ging es im Dreisprung zu. Der ehemalige LAZ-Athlet und Westdeutsche Meister Benjamin Weßling holte im Trikot von Bayer Leverkusen die Vizemeisterschaft mit 15,39 Metern. Die Weite schaffte er im dritten Versuch. Damit lag er sogar in Führung. Erst im letzten Durchgang sprang dann der zwei Jahre ältere Felix Wenzel vom SC Potsdam (der in dieser Saison mit 15,70 Metern zu Buche steht) noch mit 15,40 Metern und einem Zentimeter mehr die Goldmedaille heraus. Er hatte auch schon bei den "großen" Deutschen Meisterschaften vor Weßling gelegen.

Quelle: RP
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