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Lokalsport
Sie halten in der Landesliga die Null

Fussball. Elvedin Kaltak steht beim 1. FC Mönchengladbach im Tor, Tim Paulußen beim VfL Jüchen. Von Kurt Theuerzeit

Es sind zwei Schlussleute, die in der Team-Rangfolge ganz vorne stehen. Elvedin Kaltak vom Landesligisten 1. FC Mönchengladbach und Tim Paulußen vom VfL Jüchen. Beide sind erst 21 Jahre alt, aber sind unterschiedliche Wege gegangen, bis sie nun jeweils zur Nummer Eins in ihren Klubs geworden sind.

Die Nummer eins trägt tatsächlich Paulußen auf dem Rücken und ist augenblicklich auch die Nummer Eins in der Liga. Als einziger Torwart brauchte er bisher nicht hinter sich zu greifen, 270 Minuten ist er ohne Gegentor. "Das habe ich vor allem der Mannschaft zu verdanken. Wir stehen in dieser Saison kompakt hinten, so dass ich eigentlich nur selten eingreifen muss", sagt der Bankkaufmann, der auf keinen Fall im Vordergrund stehen will. Er muss sich noch daran gewöhnen, dass der VfL plötzlich auf dem zweiten Platz in der Tabelle zu finden ist. Dabei entging er in der vorigen Saison nur knapp dem Abstieg.

Paulußen ist durch und durch Jüchener, hat nie in einem anderen Verein gespielt. Dafür stand er schon mit 18 Jahren in der Bezirksliga zwischen den Pfosten und half in diesem jugendlichen Alter auch bereitwillig bei den Alten Herren aus.

"Den Tabellenplatz will ich nicht überbewerten", sagt der Keeper nun. "Sicher haben wir uns als Mannschaft in allen Belangen deutlich verbessert. Bereits am Sonntag werden wir in Düsseldorf vom MSV sicher sehr gefordert werden. Die laufen viel, also werden wir auch viel laufen, und ich werde mir sicher kein Kopfkissen mitnehmen können", sagt Paulußen der auf dem Teppich bleibt.

180 Minuten blieb auch Elvedin Kaltak ohne Gegentor. Am vergangenen Sonntag musste er zweimal hinter sich greifen. Bitter vor allem das 2:2 drei Minuten vor dem Abpfiff gegen den MSV Düsseldorf. Allerdings hatte er mit glänzenden Paraden und einem tollen Stellungsspiel zuvor größeren Schaden verhindert. "Ich bin ein ruhiger Typ und bleibe cool, wenn man mich nicht ärgert", sagt der Torwart, der auch durchaus als Feldspieler eine gute Figur abgibt.

Gelernt hat er in der Jugend von Borussia Mönchengladbach, spielte dann für den FC in der Junioren-Bundesliga, wechselte zum Oberligisten Meerbusch und kehrte in dieser Saison zum FC zurück.

Am Sonntag in Benrath will er wieder mit der Null vom Platz gehen: "Die Stürmer müssen dann auch schon vorne verteidigen und sich nicht darauf verlassen, dass hinten nichts passiert." Er ist sicher, dass sich der FC noch steigern kann und muss. Unkritisch ist der Mann mit der Nummer 33 auf dem Rücken nicht: "Ich fühle mich aber sehr wohl beim FC. Was uns bisher an Laufbereitschaft, Willen und Biss gefehlt hat, werden wir sicher in den nächsten Spielen realisieren."

Quelle: RP
 
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