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Lokalsport
Simons' Bogenlampe beschert den 1:0-Sieg

Frauenfussball. Borussias Frauen besiegen den SV Weinberg glanzlos und bleiben Dritter in der Zweiten Bundesliga. Von Thomas Grulke

Es lief bereits die Nachspielzeit, als Jasmin Hamann doch einmal entschlossen eingreifen musste. Borussias Torfrau lenkte einen Freistoß der Weinbergerin Sara Hofmann über die Latte - kurz darauf war Gladbachs 1:0 (1:0)-Sieg im Heimspiel gegen den SV Weinberg perfekt. "Da müssen wir uns bei Jasmin bedanken, dass sie zur Stelle war, als wir sie brauchten. Wir haben das Spiel verdient gewonnen. Dass wir am Ende aber nochmals zittern mussten, haben wir uns selbst eingebrockt", sagte Borussias Trainer Mike Schmalenberg zum glanzlosen Heimsieg, mit dem der Aufsteiger seinen dritten Tabellenrang in der Zweiten Bundesliga verteidigte.

Gegen kompakt verteidigende Gäste suchte Gladbach sein Heil über die Außenbahn. Geduldig wartete es auf eine Lücke auf eine der beiden Seiten, um über Flanken zum Erfolg zu kommen. In der 24. Minute klappte es auch - wenn auch mit einer ordentlichen Portion Glück, als Kelly Simons' Flanke sich hinter der gegnerischen Torfrau direkt ins lange Eck senkte.

"Unser Flügelspiel war gut, aber wir haben es verpasst, noch in der ersten Halbzeit den Deckel drauf zu machen", sagte Schmalenberg. Nach der Pause tat sich sein Team sehr schwer, noch Torchancen herauszuspielen. "Wir haben Weinberg die Hoffnung gelassen, dass es noch etwas bei uns holen kann, und den Gegner damit stark gemacht", monierte Schmalenberg. So kam Weinberg in einer hektischen Schlussphase noch zu seiner Torchance - doch Hamann parierte.

Erfolgreich verlief der Spieltag auch für Borussias Zweitvertretung in der Niederrheinliga. Der Spitzenreiter besiegte auf eigenem Platz den SV Heißen Mülheim 5:3 (3:1). "Es war ein verdienter Erfolg für uns, wir haben es nur verpasst, das Ergebnis deutlicher zu gestalten. Chancen dazu waren da", sagte Trainer Max Möller, der immerhin fünf schön herausgespielte Tore zu sehen bekam. Dreimal vollendete Yoshina Taniguchi, zweimal Jessica Hackenberger. Dass nach einem zwischenzeitlichen 5:1 zwei individuelle Fehler noch zu Gegentoren führten, konnte Möller verschmerzen: "Wir haben unsere Hausaufgabe erfüllt, das ist das Wichtigste."

Einen Rückschlag im Kampf um den Klassenverbleib musste hingegen der FSC hinnehmen. Beim Schlusslicht Fortuna Wuppertal verlor er durch ein frühes Gegentor 0:1 (0:1). "Es war das erwartet schwere Spiel. Wir hatten aber das zusätzliche Problem, dass wir ohne gelernte Torfrau antreten mussten. Und nach dem 0:1 haben wir zwar gedrückt, doch viele Torschüsse habe ich nicht gezählt", sagte Trainer Wolfgang Wassenberg. Einzig Chantale Höfels vergab eine Großchance, als sie überhastet abzog. "Wir haben uns im Mittelfeld den Schneid abkaufen lassen, und Wuppertal hat auf dem kleinen Kunstrasenfeld den Raum clever zugestellt", sagte Wassenberg.

Quelle: RP
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