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Thorben Schmitt: vier Schuss und drei Treffer

Lokalsport: Thorben Schmitt: vier Schuss und drei Treffer
"Hiergeblieben!" Odenkirchens Christoph Sommer versucht Jüchens Thorben Schmitt aufzuhalten. Der jedoch war nicht zu stoppen und erzielte drei Tore beim 4:1-Sieg der Blau-Weißen im Landesliga-Derby. FOTO: Dieter Wiechmann
Fussball-Landesliga. Jüchen und der Torjäger drehen nach der Pause im Derby gegen Odenkirchen noch das Spiel und feiern mit 4:1 den ersten Sieg. Von Kurt Theuerzeit

In der 18. Minute lief Thorben Schmitt allein auf das Odenkirchener Tor zu, brachte aber den Ball nicht an Kevin Afari vorbei ins Netz. Nicht besser machten es seine Mannschaftskameraden im ersten Durchgang, in dem Odenkirchen mit 1:0 in Führung ging. Dann aber kippte die Partie, weil 05/07 plötzlich von allen guten Fußballgeistern verlassen schien, Jüchen aufdrehte und das Spiel drehte. Beim 4:1-Sieg traf Thorben Schmitt nach der Pause am laufenden Band: Ihm gelang ein Hattrick.

Von einem Sieg war Gastgeber Jüchen jedoch zunächst sehr weit entfernt. Odenkirchen beschränkte sich zunächst darauf, sicher in der Abwehr zu stehen und bei gelegentlichen Kontern den Torerfolg zu suchen. Das wurde den Gästen recht leicht gemacht, weil Jüchen plötzlich nerven zeigte, technische Mängel erkennen ließ und das Zusammenspiel überhaupt nicht stattfand.

Den ersten Schrecken musste Torwart Tom Watolla verarbeiten, als er zu weit vor dem Tor stand. Taifun Yilmaz schaltete sofort schoss, aber verfehlte das Tor nur um Zentimeter. Nur zwei Minuten später gingen die Gäste in Führung. Zwei Jüchener bildeten nur Begleitschutz für Pascal Moseler, der dann Tom Watolla beim 1:0 keine Abwehrchance ließ.

Jüchens Nervosität steigerte sich, es lief bis zur Pause nichts mehr zusammen. Odenkirchen konnte immerhin mit vier gelungenen Spielzügen aufwarten und verpasste kurz vor dem Pausenpfiff durch Max Offermann das mögliche 2:0.

In der Pause muss es in Jüchens Kabine laut geworden sein. Offensichtlich hatte es Trainer Sebastian Muyres verstanden, seine Spieler wach zu rütteln und ihnen die richtigen Tipps zu geben, um die Partie doch noch zu drehen. Jedenfalls stand nach dem Wechsel ein ganz andere Mannschaft auf dem Platz. Von Beginn an wurde Dampf gemacht, man ging entschlossen in die Zweikämpfe und schien allein schon dadurch Odenkirchen völlig verschreckt zu haben. Nun gab nur noch Jüchen den Tor an, während Odenkirchen hilflos über den Platz stolperte.

"Das kann so nicht lange gut gehen", orakelte Odenkirchens Sportlicher Leiter Mathias Komor. Er behielt recht. Wie in den ersten Spielen war es Manuel Sousa, der die Wende brachte. Er bediente Francesco Sidero, der zum 1:1 ausglich.

Danach folgte der große Auftritt von Thorben Schmitt, dem kurz darauf das 2:1 gelang. Danach verlor Odenkirchen völlig die Linie. Mit einem Elfmeter traf Schmitt zum 3:1 und erzielte auch noch das 4:1.

Mathias Komor wollte dann auch nichts schön reden: "Jüchen hat völlig verdient gewonnen. Für uns wird es nun doch wieder richtig eng." Sein Kegelbruder Sebastian Muyres war hingegen zufrieden: "Wir haben die erste Halbzeit total verpasst, aber dann den Willen gezeigt, den ich verlangt habe. Wir konnten in der Schlussphase sogar die Rote Karte von Mazlumovski problemlos verkraften."

Quelle: RP
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