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Lokalsport
Trainer Elis sieht "trantütige" Borussen in Wuppertal

Handball-Oberliga. Nach einer 18:13-Führung trifft der Oberligist in den letzten 14 Minuten nicht mehr und verliert noch 18:22. Von Wiltrud Wolters

Die Saison wird für den Regionalliga-Absteiger Borussia Mönchengladbach kein Selbstläufer. Das bescheinigte der LTV Wuppertal den Handballern gestern mit Nachdruck. Nach der 17:11-Führung verloren die Borussen die Partie noch 18:22 (13:8). Damit rutschen die Gladbacher ab und sortieren sich im Mittelfeld der Tabelle ein. Vier Minuspunkte nach fünf Spielen sind viel zu viel für die eigenen Titelambitionen.

Trainer Tobias Elis wusste nicht, ob er enttäuscht oder sauer oder beides zusammen sein sollte. "Das war eine reine Einstellungssache. Wenn wir so trantütig spielen, gewinnen wir keinen Blumentopf", sagte Elis.

Gut 40 Minuten lang war die Borussenwelt in Wuppertal in allerbester Ordnung. Die Mannschaft spielte ordentlich. Nach dem 4:1 behauptete das Team durchweg einen Vorsprung von zwei bis vier Toren. Zur Pause lag die Borussia gar 13:8 vorne. Nach dem Wechsel legten Daniel Panitz und Antoine Baup noch drei Tore nach. Die Gäste führten in der 35. Minute also 16:8. Offensichtlich ist ihnen aber genau dieser hohe Vorsprung nicht bekommen, denn nach dem 17:11 durch Vincent Rose in der 43. Minute und dem 18:13 durch Sascha Ranftler in der 46. Minute ging nichts mehr.

Borussia traf beinahe 15 Minuten lang das Tor der Gastgeber nicht mehr. Die Spieler gewannen die Zweikämpfe nicht mehr, schafften es nicht, über die Zweite Welle Druck zu erzeugen und arbeiteten zudem nicht mit dem allerletzten Einsatz nach hinten. Die Gastgeber nahmen die überraschenden Angebote dankbar an. Der LTV Wuppertal verkürzte den Rückstand und übernahm in Überzahl mit dem 19:18 erstmals die Führung. Den Sieg ließ er sich danach nicht mehr nehmen. "Es nervt, total und ich kann es auch nicht erklären. Wir haben uns selbst um den Sieg betrogen", sagte Elis.

Der Coach sprach von einem "kollektiven Ausfall" und einer "Katastrophe". "Wir haben in den letzten 20 Minuten nicht mehr abgerufen, dass wir etwas entgegenzusetzen haben. Aber wenn man oben spielen will, muss man arbeiten", sagte Elis. Das sollen seine Spieler nun in dieser Woche wieder lernen.

Borussia: Hendrik Nietsch, Martynas Savonis, Sven Plath - Tobias Eickmanns (5 Tore), Daniel Panitz (5 / 3 per Siebemeter), Sascha Ranftler (2), Milan Müller (2), Vincent Rose, Niklas Berner, Moritz Krumschmidt, Antoine Baup (je 1), Timo Bautz, Thomas Prinz, Andreas Heitzer.

Quelle: RP
 
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