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Treffpunkt Relegationsrunde?

Lokalsport: Treffpunkt Relegationsrunde?
"Ich bin sicher, dass die Mannschaft den Willen und das Format hat, noch den entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt zu machen", sagt Kemal Kuc. FOTO: DS
Fussball. Die Landesligisten Odenkirchen und Jüchen kämpfen in ihren Gruppen um den Klassenerhalt. Es ist möglich, dass beide Vereine in die Relegationsrunde müssen. Dort bleibt nur der Sieger Landesligist. Von Kurt Theuerzeit

Zwei Landesligisten, zwei Gruppen, ein Kegelklub, ein Ziel: Klassenerhalt. Der VfL Jüchen spielt als Neuling in der Landesliga, Gruppe 1. Schon etliche Jahre ist Odenkirchen Landeligist und spielt in der Gruppe 2. Viele aktuelle und ehemalige Spieler beider Mannschaften treffen sich regelmäßig in ihrem Kegelklub "De Knöser". Alle haben ein Ziel: den Klassenerhalt.

Möglicherweise gibt es für die beiden Klubs - es wäre der seltsame Höhepunkt dieser Saison - einen recht unangenehmen Treffpunkt: die Relegation. Es ist durchaus möglich, dass beide Teams in die Relegationsrunde mit sechs Bezirksliga-Zweiten müssen. Jüchen und Odenkirchen können dann nach dem Spielplan erst im Finale aufeinandertreffen. Dann wird es bitter. Nur der Sieger darf Landesligist bleiben.

05/07 braucht zwei Heimsiege

Der lange Marsch der Odenkirchener vom Tabellenende bis in die rettende Zone der Liga ist noch nicht beendet. In der Gruppe 2 dürften Goch und die Reserve von Hönnepel als Absteiger feststehen. Gesucht wird ein weiterer Absteiger und ein Klub, der in die Relegation muss. Dafür kommen mit St. Tönis (35 Punkte), Speldorf (34), Odenkirchen (32), Amern (31) und Uerdingen (29) noch fünf Mannschaften in Frage.

"Die Vereine liegen recht dicht beieinander. Im Moment haben wir ein kleines Polster, aber das kann schnell aufgebraucht sein, wenn wir nicht weiter konzentriert auf dem Platz arbeiten", sagt Trainer Kemal Kuc. Vor allem darf sich 05/07 in den beiden Heimspielen, zuerst gegen St. Tönis, dann gegen Speldorf, keinen Ausrutscher leisten. Auf der anderen Seite reizt die Aussicht, dass mit zwei Siegen die Klasse auf jeden Fall gehalten würde. Aber vielleicht hilft in einem Fall auch schon ein Remis. Bei der letzten Partie in Rhede sollte Odenkirchen nicht mehr unter Druck stehen.

"Wir haben uns inzwischen mit einer tollen Leistung nach oben gearbeitet. Ich bin sicher, dass die Mannschaft den Willen und das Format hat, jetzt auch noch den entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt zu machen", sagt Kemal Kuc. Von einem möglichen Relegationsplatz will er nichts wissen: "Das wird wie in einer Lotterie sein, bei der alles passieren kann. Von acht Teilnehmern kann sich wahrscheinlich nur einer retten. Ich würde mich nicht gerne auf diese Sache einlassen müssen." Deshalb wird schon viel auf die Partie gegen St. Tönis ankommen. Die Gäste haben zuletzt wie Odenkirchen mit sehr positiven Ergebnissen auf sich aufmerksam gemacht und werden sich nicht so leicht geschlagen geben.

Restprogramm der Konkurrenz

St. Tönis: in Odenkirchen, gegen Rhede, in Uerdingen; Speldorf: in Repelen, in Odenkirchen, gegen Sonsbeck; Amern: in Straelen, gegen Hönnepel, in Repelen; Uerdingen: gegen Duisburger SV, in Wesel, gegen St. Tönis.

Jüchen genügen drei Punkte

Die Ligazugehörigkeit könnte schon seit einigen Wochen gesichert sein, wenn Jüchen zu Hause erfolgreicher wäre und nicht ausgerechnet bei diesen Aufeinandertreffen allzu großzügig Punkte an die Konkurrenten verschenkt hätte. Gegen die abstiegsgefährdeten Klubs Ronsdorf und Benrath wurden zu Hause keine Tore erzielt und sechs Punkte abgegeben. Dafür wurden auswärts immerhin zwei Bonuspunkte gesammelt. Bei den beiden Spitzenmannschaften Baumberg und Cronenberg gab es beachtliche Unentschieden. "Ich weiß auch noch woran das liegt. Ursachenforschung bringt auch nichts. Wir brauchen einfach noch einen Sieg, um auf wenigstens 40 Punkte zu kommen", sagt Jüchens Trainer Sebastian Muyres.

Am Sonntag hat Jüchen die nächste Chance, sich die Liga ein weiteres Jahr zu sichern. Zwar wird wieder gegen einen potentiellen Abstiegskandidaten gespielt, aber immerhin findet die Partie bei Blau-Weiß Oberhausen statt. "Das wird nicht leicht werden, denn es ist für Oberhausen die letzte Chance, die Klasse zu retten. Aber wir werden als auswärtsstarke Mannschaft alles daran setzen, drei Punkte mitzunehmen", sagt Sebastian Muyres.

Vielleicht haben er und die Spieler die Kegeltour über Pfingsten auch dazu genutzt, sich die Ernsthaftigkeit der Situation klar zu machen. Wenn nämlich in den verbleibenden Spielen gegen Nievenheim und in Essen-West alles gegen Jüchen läuft, dann könnte Jüchen sogar die Relegation drohen. Das bedeutet nervenaufreibendes Nachsitzen an drei Spieltagen mit recht ungewissem Ausgang. "Wir wollen die Sache möglichst bald in trockenen Tüchern haben. Wir treffen uns gerne mit unseren Odenkirchener Kegelbrüdern, aber nicht mehr in dieser Saison", sagt Sebastian Muyres.

Restprogramm der Konkurrenz

Essen-West (39 Punkte): gegen Cronenberg, in Velbert, gegen Jüchen; Niederweniger (38): gegen Wülfrath, in Ronsdorf, gegen Cronenberg; Benrath (35): gegen Rellinghausen, bei DSC 99, gegen Klosterhardt; Remscheid (32): gegen Klosterhardt, in Sterkrade, gegen heiligenhaus; BW Oberhausen (31): gegen Jüchen, in Rellinghausen, gegen DSC 99.

Quelle: RP
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