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TV Korschenbroich unterliegt dem amtierenden Pokal-Sieger

Lokalsport: TV Korschenbroich unterliegt dem amtierenden Pokal-Sieger
Torhüter Paul Keutmann wehrt in dieser Szene ab. FOTO: Joachim Hering, TVK
Handball. Mit Kampfgeist und Leidenschaft trat der TVK in Emsdetten auf. Am Ende verlor er dennoch 14:33 gegen die SG Flensburg-Handewitt. Von Kristina Rost

Der TV Korschenbroich hat verloren. 14:33. In der ersten Runde um den DHB-Pokal. Damit ist der TVK aus dem Wettbewerb raus. Ausgeschieden. Lange Gesichter gibt es in Korschenbroich deswegen aber nicht. Im Gegenteil.

"Es war trotz der Niederlage ein sehr schönes Erlebnis", sagte Trainer Ronny Rogawska sogar. Schließlich stand seine Mannschaft am vergangenen Samstag in der Ems Halle in Emsdetten nicht irgendwem gegenüber, sondern dem Titelverteidiger und Champions League Sieger von 2014 - der SG Flensburg-Handewitt. Und der begegnete die Mannschaft um Mathias Deppisch vor den Augen der rund 100 mitgereisten TVK-Anhänger mit Kampfgeist, Leidenschaft und Teamgeist. Ganz genau so, wie es sich der Trainer vor der Partie gewünscht hatte.

"Ich kann der Mannschaft nur ein Kompliment machen. Die Jungs haben bis zur letzten Minute gekämpft und sich nicht hängenlassen. Sie sind als Kollektiv aufgetreten und das war das Ziel, das wir uns gesetzt hatten", sagte Rogawska.

Nervosität, Angst oder Unsicherheit: Fehlanzeige bei den TVK-Akteuren. Stattdessen boten sie dem Erstligisten in der Anfangsphase der Partie sogar noch Paroli. Nachdem Thomas Mogensen den ersten Treffer für die Flensburger erzielt hatte, glich Henrik Schiffmann im Gegenzug zum 1:1 aus. Auf die Treffer von Kentin Mahé und Holger Glandorf antwortete Korschenbroich in Person von Justin Müller umgehend mit dem 2:3-Anschlusstreffer.

"Wir haben richtig gut angefangen. Wir standen sehr gut in der Deckung und waren hellwach. Die Aggressivität war da", sagte Rogawska. Dennoch setzte sich die Mannschaft von Trainer Ljubomir Vranjes über ein 9:4 und 13:5 in der Folge deutlich ab. "Natürlich gab es immer wieder Situationen, in denen man den Klassenunterschied zwischen dem Bundesligateam mit Weltklasseniveau und dem Drittligisten sehen konnte. Aber das ist auch normal", sagte der TVK-Trainer.

So siegte die SG Flensburg-Handewitt am Ende standesgemäß 33:14. "Das Spiel ist zwar deutlich für Flensburg ausgegangen, aber ich denke, wir haben eine sehr vernünftige Leistung gezeigt. Vor allem die Abwehr war in Ordnung, denn über 33 Gegentore kann man nicht meckern", sagte Henrik Schiffmann und fügte hinzu: "Vorne hat es uns ein bisschen an Durchschlagskraft gefehlt, bei den körperlich klar überlegenden Flensburgern war das aber auch nicht einfach. Trotzdem hat es viel Spaß gemacht mal gegen so ein Topteam zu spielen."

Und dieses Topteam setzte sich einen Tag später auch im Finale des Erstrunden-Final-Fours durch. Gegen den TV Emsdetten, der sich am Samstag erst in der Verlängerung 34:33 gegen HF Springe durchgesetzt hatte, gewann die SG 41:19 und zieht damit in die nächste Runde des DHB-Pokals ein.

Quelle: RP
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