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Lokalsport
TVK ist in Leichlingen weitestgehend chancenlos

Handball, 3. Liga. Mit 24:35 verliert der Vorletzte der Dritten Liga beim Tabellenvierten. Eine Überraschung lag nie in der Luft. Von Georg Amend

So richtig spannend wurde es gestern Abend beim Leichlinger TV eigentlich nie. Vielleicht bei der Frage, wer das 30. Tor der Hausherren gegen den TV Korschenbroich erzielen würde und so der eigenen Mannschaft - wie üblich bei dieser Marke - einen Kasten Kaltgetränke spendieren müsste. Die Antwort gab es in der 52. Minute: Carsten Lange warf das 30:17, die Bank des Heimteams jubelte in froher Erwartung der Getränke, die da kommen werden. An den Sieg gegen den überforderten Vorletzten hatte der LTV ohnehin nie einen Zweifel gelassen. Letztlich gewann der Tabellenvierte auch in der Höhe verdient 35:24 (17:9) und schob sich wieder auf Rang drei vor.

Mut hatte TVK-Trainer Ronny Rogawska vor dem Spiel von seiner Mannschaft gefordert, um eine Überraschung zu schaffen. Davon war allerdings nichts zu sehen. Ohne den am Rücken lädierten Mittelmann Julian Mumme stockte das Angriffsspiel der Gäste, es dauerte 4:55 Minuten, bis der TVK das erste Tor durch Steffen Brinkhues erzielte. Das unzureichende Offensivspiel lag natürlich nicht allein an Mummes Vertreter Tim Dicks, auch seine Nebenleute warfen oder passten die Bälle ohne Not ins Seiten- oder Tor-Aus. So endete beispielsweise die erste Überzahl des TVK 0:0, weil Steffen Brinkhues dahin passte, wo Rechtsaußen Mathis Pötzsch eben noch gestanden hatte - nur, dass da nun nur noch Luft war und der Ball ins Aus kullerte. Insgesamt waren es zu viele Fehler, die sich die Korschenbroicher im Angriff erlaubten, und so war die Partie eigentlich schon nach rund 16 Minuten und dem Zwischenstand von 3:8 gelaufen - dieser dritte Treffer der Gäste war erst der zweite aus dem Spiel heraus, passenderweise wurde der Wurf von Dicks unhaltbar abgefälscht. Zwischendurch hatte Gertjan Bongaerts einen Siebenmeter verwandelt und danach einen verworfen. Philip Schneider übernahm im Anschluss die Strafwürfe und traf bei all seinen drei Versuchen.

Das konnte die klare Niederlage indes ebenso wenig verhindern wie die gute Leistung von Felix Krüger, der diesmal im Tor den Vorzug vor Max Jäger bekommen hatte, der nur zu zwei Siebenmetern in den Kasten kam. An Krüger lag es bei zwölf Paraden sicher nicht, dass der TVK weitestgehend chancenlos war.

Quelle: RP
 
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