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Handball
TVK lebt den "Traum eines jeden Handballers"

Handball: TVK lebt den "Traum eines jeden Handballers"
Jubel nach dem Einzug ins Champions-League-Finale 2014: Der Flensburger Hampus Wanne (vorn) verwandelte den entscheidenden Siebenmeter im Halbfinale gegen den FC Barcelona. Am Ende stand der Titel für den kommenden Pokalgegner des TV Korschenbroich. FOTO: AP (Archiv)
Handball. Am Samstag (18.30 Uhr) trifft der Drittligist im DHB-Pokal auf die SG Flensburg-Handewitt, den Champions League-Sieger von 2014. Von Kristina Rost

Drei Tage sind es noch, bis es für den TV Korschenbroich ernst wird. Drei Tage noch bis zum Spiel des Jahres - bis zur Erstrunden-Partie im DHB-Pokal gegen die SG Flensburg-Handewitt in Emsdetten. Ausgerechnet gegen Flensburg. Den Titelverteidiger. Den Champions League-Sieger von 2014. Korschenbroichs Trainer Ronny Rogawska freut sich dennoch. Ja, er freut sich gerade deswegen. "Es ist für uns ein Highlight, gegen so eine starke Mannschaft spielen zu können. So ein Spiel zu haben ist der Traum eines jeden Handballers", erzählt der Coach. Ein Traum, an den sie beim TV Korschenbroich aber nicht verträumt heran gehen - im Gegenteil. Beim TVK sind sie Realisten.

Dementsprechend wird die Chance auf eine Pokalsensation eingeschätzt. "Die Chancen, Flensburg zu schlagen und die Überraschung zu schaffen, sind gering. Flensburg hat eine brutal gute Abwehr, es wird schwer für uns dadurch zu kommen. Und mit Matthias Andersson haben sie dahinter auch noch einen Weltklassetorhüter", erklärt Rogawska und fügt hinzu: "Wir können den Handball jetzt nicht neu erfinden. Wir müssen versuchen, unsere Linie durchziehen. Es sind andere Faktoren als in einem Ligaspiel, auf die ich gegen Flensburg besonderen Wert lege." Die Körpersprache ist so ein Faktor mit besonders hohem Stellenwert. Der Trainer erwartet, dass sich seine Mannschaft nicht entmutigen lässt und bis zum Schlusspfiff als Kollektiv zusammen arbeitet. Als Kollektiv, zu dem nun auch die externen Neuzugänge Gerrit Stassen und Dennis Backhaus gehören. Doch während Stassen in den Testspielen schon mitmischte und den Trainer vor allem von seiner Qualität in der Defensive und im eins gegen eins überzeugte, lief Kreisläufer Backhaus, der sich zu Beginn der Saisonvorbereitung eine Oberschenkelzerrung zugezogen hatte, bislang noch nicht für den TVK auf. Am Samstag aber soll er seinen ersten Einsatz im TVK-Trikot bekommen. "Ich kenne seine Qualität. Er wird dosiert spielen. Um den Rhythmus finden, ist die Spielpraxis für ihn jetzt Gold wert", sagt Rogawska.

Verzichten muss der Coach jedoch auf Tom Wolf, den noch immer eine Entzündung im Fußgelenk außer Gefecht setzt, und Markus Neukirchen, der sich im Testspiel gegen den TSV Bayer Dormagen eine Oberschenkelzerrung zugezogen hatte. "Damit fehlen mir die zwei größten Spieler in der Abwehr. Wir haben aber unterschiedliche Formationen ausprobiert und werden sehen, mit welcher wir letztendlich antreten werden", sagt Rogawska. Es wird sich also kurzfristig entscheiden, mit welchem Personal der TVK die, wenn auch kleine, Chance auf eine Pokalsensation zu nutzen versuchen wird. Aufgrund des neuen Modus des DHB-Pokals zieht der Sieger der Partie zwischen Flensburg und dem TVK, das um 18.30 Uhr angepfiffen wird, ins Finale des Erstrunden-Final-Fours in Emsdetten ein (Sonntag, 15 Uhr). Dort trifft man dann auf den Gewinner des ersten Halbfinals zwischen den Handballfreunden Springe und Gastgeber TV Emsdetten (Samstag, 15.30 Uhr). Nur die Sieger der insgesamt 16 Final-Four-Turniere ziehen in die nächste Runde des Pokalwettbewerbs ein.

Quelle: RP
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