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TVK verschläft den Start des Derbys

Lokalsport: TVK verschläft den Start des Derbys
Krefelds Marcel Görden (rechts) lässt TVK-Torwart Max Jäger keine Chance und erzielt hier einen seiner sechs Treffer. FOTO: Lammertz
Handball, 3. Liga. Nach zehn Minuten liegt das Drittliga-Kellerkind bei der HSG Krefeld mit 0:8 hinten. Der Favorit siegt am Ende klar 32:23. Von Georg Amend

Es waren gerade einmal 5:29 Minuten gespielt, da musste Ronny Rogawska seine erste Auszeit nehmen. Sein TV Korschenbroich hatte den Start in das Derby komplett verschlafen und lag zu diesem Zeitpunkt bereits mit 0:5 bei der HSG Krefeld hinten. "Ich habe da gesagt, dass wir mehr Geduld im Angriff haben müssen, mehr Handball spielen und in der Abwehr aggressiver sein müssen", berichtete der Trainer und ergänzte: "Das haben wir dann auch gut gemacht - nach dem 0:8." Denn so groß wurde der Rückstand noch, bis Julian Mumme der erste Treffer des TVK nach 10:04 Minuten gelang. Da war das Derby fast schon gelaufen.

Immerhin nur fast, denn die Gäste fanden nun die zuvor vermisste spielerische Linie und Aggressivität. "Da haben wir in der Abwehr dann mehr Druck auf den ballführenden Spieler gemacht und vorne eine bessere Wurfauswahl gehabt. So sind wir auf 12:14 herangekommen", sagte Rogawska und fügte an: "Das zeigt, dass schon das Potenzial und die Qualität bei den Jungs da ist."

Mit 13:16 ging es in die Pause, da war plötzlich wieder alles drin gegen einen der Favoriten der Liga. Und die zarte Hoffnung währte auch noch ein paar Minuten in der zweiten Halbzeit, weil Torwart Max Jäger seinen TVK im Spiel hielt. "Wir haben uns da im Angriff technische Fehler erlaubt, aber Max hat allein in der Phase vier Gegenstöße gehalten. Ohne ihn hätte es wahrscheinlich nach 35 Minuten schon 13:20 gestanden", sagte Rogawska, der seinem Keeper ein zusätzliches Lob aussprach: "Er hat die Jungs ständig gepusht und Moral gezeigt."

Das allein bringt allerdings keine Punkte, die der auf einem Abstiegsplatz stehende TVK dringend bräuchte. In Krefeld gab es keine, weil die zweite Hälfte ähnlich verlief wie die erste. "Auch da hatten wir wieder eine lange Phase, wo wir nicht gut decken und nicht gut spielen", sagte Rogawska. "Diese Phasen sind zu lang. Wir müssen daran arbeiten, sie zu verkürzen." Da das in Krefeld noch nicht gelang, setzte sich der Favorit am Ende noch deutlich 32:23 durch. "Das ist ein bisschen schade, dass wir die letzten zehn Minuten mit dem kontrollierten Spiel aufgehört und die Aggressivität in der Abwehr wieder verloren haben", sagte Rogawska. "Wenn du mit vier, fünf Toren verlierst, kannst du aus einem Spiel noch etwas mitnehmen. Bei minus zehn Toren ist das eine ganz andere Hausnummer. Da tut man sich schwer, darauf aufzubauen." So blieb dem Trainer nur das Fazit: "Ich bin enttäuscht über den Endstand und darüber, wie wir uns am Anfang präsentiert haben." In einem Derby hatte er mehr erwartet.

TVK: Jäger, Krüger - Pötzsch (2 Tore), Bongaerts (2 / davon 2 per Siebenmeter), Bock (5), Dicks (1), Jennes (4), Bohrmann, Mumme (6), Brinkhues (2), Zidorn (1), Zavada, Hampel. Zeitstrafen: Krefeld 0 - TVK 6. Zuschauer: 659.

Quelle: RP
 
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