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Lokalsport
U19 des FC: Feinschliff für die Rettung

Fußball. Aus Sicherheitsgründen fällt die Türkei-Reise des A-Junioren-Bundesligisten aus. Von Andre Piel

Zur Vorbereitung auf die Rückrunde in der A-Junioren-Bundesliga hatte der 1. FC Mönchengladbach ein Trainingslager in der Nähe von Izmir (Türkei) geplant. Aus Sicherheitsgründen musste dies aber jetzt abgesagt werden. "Wir sind alle traurig, dass wir nicht in die Türkei reisen können", sagt FC-Trainer Marcel Winkens. "Die Sicherheit hat aber Vorrang." Stattdessen wird sich Winkens mit seinem Trainerteam etwas anderes einfallen lassen, um der Mannschaft den Feinschliff für die restlichen zwölf Spieltage zu verpassen. Denn am Saisonende wollen die Westender auf einem Nichtabstiegsrang stehen. Was nicht nur wegen der vielen personellen Probleme sondern auch wegen der Rahmenbedingungen, unter denen der FC in der höchsten deutschen Nachwuchsliga spielt, einer Sensation gleich kommt. "Mir war bewusst, dass uns ein schwieriges Jahr erwartet", sagt Winkens. "Dass wir aber mit so vielen Problemen konfrontiert werden, hatten wir uns nicht erträumt."

Zwanzig neue Spieler, die sich zum großen Teil noch nicht kannten, musste Winkens integrieren. Die wichtigste Aufgabe bestand darin, den Spielern zu vermitteln, was in der Bundesliga erwartet wird: Einstellung, Disziplin, Mentalität und Wille! Das dauerte eine Weile; bei einigen Auftritten zu Saisonbeginn, waren nur wenige der erwarteten Tugenden zu entdecken. Erschwert wurde die Entwicklung der Mannschaft durch die vielen Langzeitverletzten. Hatte Winkens eine Formation gefunden, wurde diese durch Verletzungen wieder gesprengt. Immerhin zeichnet sich ab, dass sich in der Winterpause die Verletzten-Liste etwas lichten wird. Melvin Ucar und Trim Krasnici werden voraussichtlich ab Januar wieder einsatzfähig sein. Der mit einem Kreuzbandriss ausfallende Christian Schatschneider arbeitet fleißig an seiner Rückkehr, wird aber erst zum Saisonende wieder spielen dürfen.

Besonders ärgerlich für den FC war die Tatsache, dass drei Spieler, die aus dem Ausland nach Gladbach wechseln wollten, keine Spielberechtigung erhielten. Die FIFA, die in dem Fall zuständig war, verweigerte diese mit dem Hinweis, dass nur Nachwuchsleistungszentren ausländische Spieler verpflichten dürfen. Für Winkens nicht nachvollziehbar, weil die Voraussetzungen nicht hätten besser sein können. "Das ist eine klare Benachteiligung der kleinen Vereine."

Dafür ist es Winkens und seinem Trainerteam gelungen, den Kader für Rest-Rückrunde zu erweitern. Orhan Cekdar, dessen Hinrunden-Wechsel von Borussia Mönchengladbach zum Wuppertaler SV nicht vollzogen werden konnte, wird den FC im zentralen Mittelfeld verstärken. Und für die linke Offensive wurde Ali Yilmaz vom Nachbarn Borussia verpflichtet. "Damit sind unsere Aktivitäten aber noch nicht beendet. Wir halten Ausschau nach einem Torwart, einem Innenverteidiger und einem Stürmer."

Quelle: RP
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