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Lokalsport
U23 trifft Demandt in Essen

Fussball. Gladbachs Ex-Trainer betreut jetzt den heutigen Gegner Rot-Weiß Essen. Von Sascha Köppen

Im Essener Stadion kommt es heute zu einer nicht ganz alltäglichen Begegnung. Um 14 Uhr empfängt Rot-Weiss dort mit Trainer Sven Demandt Borussias U23, die der Coach viele Jahre lang bis zum Sommer 2015 erfolgreich betreut hat - und in seinem letzten Spiel beinahe in die Dritte Liga geführt hätte. "Im Winter habe ich zwar mir Wehen Wiesbaden noch im Test gegen die U23 gespielt, aber in einem Pflichtspiel ist das noch einmal etwas anderes", sagt Demandt, der bei seinem Abgang betonte, dass Borussia für ihn nicht einfach nur irgendein Verein ist.

Doch das wird zumindest 90 Minuten hinten anstehen müssen, auch wenn er noch eine ganze Menge Spieler kennt. "Neben denen, die schon in meinem Kader waren, hatten wir ja auch A-Junioren wie Tsiy William Ndenge schon mit im Trainingslager. In die Verpflichtungen von Thomas Kraus und Moritz Nicolas war ich auch noch involviert. Ich kenne die Mannschaft schon ganz gut", erklärt Demandt.

Auf die Spielvorbereitung habe das aber keinen sonderlichen Einfluss. "Dem einen oder anderen gibt man vielleicht noch einen Satz über seinen Gegenspieler mit auf den Weg, mehr aber auch nicht." Borussias Spiel in Köln habe er live gesehen, die anderen im Video. Sein altes Team schätzt er so ein: "Borussia hat ein brutales individuelles Potenzial, zumindest wenn Jungs von oben kommen. Ansonsten ist es vielleicht nicht ganz so hoch wie in den Jahren zuvor."

Die Vorbereitung von Borussias Coach Arie van Lent dürfte nicht minder akribisch gewesen sein. Der Essener Auftritt im DFB-Pokal, als das Demandt-Team erst im Elfmeterschießen Arminia Bielefeld unterlag, zeigte, wozu Essen in der Lage ist. "Das war schon überzeugend. Was ein wenig fehlt, ist vielleicht die Konstanz. Aber ich glaube, dass dem Verein ein Trainer wie Sven sehr guttut. Ich freue mich jedenfalls sehr auf das Spiel", sagt van Lent.

Die Unterstützung aus dem Profibereich macht die U23 natürlich stärker, führt aber auch zu Härtefällen. "Da muss man manchmal als Trainer fast ein wenig ungerecht sein, aber die Jungs wissen, dass die Situation nun einmal so ist." Personell kann van Lent wieder auf den zuletzt angeschlagenen Paul Szymanski zurückgreifen. Joel Mero und auch Ba-Muaka Simakala fehlen. Mithelfen wird hingegen wie zuletzt gegen Siegen Profi Nico Schulz. Für den dürften bis zu 10000 euphorische Fans des Gegners am wenigsten ein Problem sein.

Quelle: RP
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