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Lokalsport
VfL Jüchen führt 3:1 beim MSV Düsseldorf und verliert noch 3:4

Die Spieler nahmen die Warnungen von Trainer Michele Fasanelli nicht ernst. Torwart Tim Paulußen kassierte die ersten Gegentore.

Das war für Jüchens Torwart Tim Paulußen eine völlig neue Erfahrung. Zum ersten Mal musste er in dieser Saison hinter sich greifen, und zwar gleich viermal. Immerhin hatte Jüchen beim MSV Düsseldorf dreimal getroffen, aber das reichte nicht. Beim Abpfiff hatte der VfL mit 3:4 die erste Saisonniederlage kassiert.

Allerdings hatte es lange Zeit eher nach einem weiteren Erfolgserlebnis für die Gäste ausgesehen. Jüchen spielte eine Halbzeit gewohnt sicher in der Abwehr und stellte mit schnellen Kontern die Gastgeber immer wieder vor erhebliche Probleme. Und dann war da noch Konstantine Jamarishvili. Der nutzte in der Anfangsphase einen Freistoß mit einem gekonnten Schuss ins Tor zum 1:0. Danach hatten die Gäste das Spiel sicher im Griff, mussten aber nach einer halben Stunde durch Enes Öz das 1:1 kassieren, wobei der Ex-FCler Semih Cakir die Vorarbeit geleistet hatte.

Der Ausgleich brachte Jüchen aber nicht aus dem Konzept. Kurz vor der Pause bediente Metin Türkay Thorben Schmitt, der die Gäste mit 2:1 erneut in Führung brachte. Schmitt traf auch kurz nach der Pause zum 3:1, wobei zu diesem Tor Jamarishvili die Vorarbeit geleistet hatte.

"Eigentlich waren wir auf einem sehr guten Weg. Allerdings hatte ich meine Spieler vor der Partie eindringlich darauf hingewiesen, dass der MSV bei einem Rückstand nicht nachlässt, sondern besonders gefährlich wird", sagte Jüchens Trainer Michele Fasanelli. Diese Warnung muss die Mannschaft aber nicht gehört haben, denn Jüchen agierte nun allzu überheblich.

Die Gegenspieler wurden nicht mehr konsequent gestört, die Laufarbeit auf ein Minimum reduziert. Innerhalb von sechs Minuten verdarb sich Jüchen selbst die nächste Überraschung. Beim 2:3 unterband Metin Türkay nicht die Flanke von der Außenlinie, so dass Salim Jah kein Problem hatte, den Ball im Jüchener Tor unterzubringen. Kurz darauf schlief der gesamte Abwehrverbund der Gäste, als man eine weite Flanke aus dem Mittelfeld unterschätzte. Wieder war Salim Jah zur Stelle und erzielte das 3:3. Nach dem Ausgleich hatte Metin Türkay gegen den aufgerückten MSV die Chance, Jüchen noch einmal in Führung zu bringen. Er lief alleine auf das MSV-Tor zu, traf aber nur die Latte.

"Wir haben selbst Mithilfe geleistet. Vor allem ärgert mich, dass die Tore nach demselben Schema gefallen sind. Das darf uns eigentlich nicht passieren", sagte Fasanelli. Immerhin wäre selbst ein einfacher Punktgewinn noch zu verkraften gewesen, aber ein weiterer Aussetzer in der Hintermannschaft bescherte den Düsseldorfern durch Enes Öz dann auch noch den 4:3-Siegtreffer. In der Schlussminute schoss Jonas Kell aus sechs Metern nur den Düsseldorfer Torwart an.

Jüchen: Paulußen - Kell, Peltzer, Gürpinar, Köller - Erkes (46., Esser), Schmitt, Rixen - Türkay,Jamarishvili - Ahmedi. Tore: 0:1Jamarishvili (6.), 1:1 Öz (27.), 1:2 Schmitt (43.), 1:3 Schmitt (49.), 2:3 Jaha (52.), 3:3 Jaha (60.), 3:4 Sumbunu (63.). Zuschauer: 120.

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