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Lokalsport
Viele offene Fragen beim 1. FC

Fussball. Die Winterpause hätte wohl für den 1. FC Mönchengladbach durchaus noch länger dauern können. Denn es gibt genügend Baustellen, die es zu bearbeiten gilt und die offensichtlich noch Zeit brauchen. Da muss ein Trainer für die Oberliga-Mannschaft gefunden werden, nachdem Trainer Stephan Houben angekündigt hatte, dass er den Verein Ende der Saison verlassen werde. Im Jugendbereich muss Klarheit darüber geschaffen werden, wohin der Klub mit seinen erfolgreichen Mannschaften will. Von Kurt Theuerzeit

Es gibt weitere dringende Fragen: Welche Rolle sollen die inzwischen ebenfalls erfolgreichen Mädchen- und Damenmannschaften spielen? Stehen dem Klub genügend Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung, um den Mannschaften entsprechend ihrer Ligazugehörigkeit Trainingszeiten und -plätze zur Verfügung zu stellen? Stehen dem FC im Funktionärsbereich genügend sachkundige Mitarbeiter zur Verfügung? Schließlich dürfte noch zu klären sein, ob die bisherigen Finanzmittel ausreichen, um den sportlichen und quantitativen Höhenflug sicherzustellen.

Es ist kein Geheimnis, dass sich seit einiger Zeit der eine oder andere Geldgeber ein wenig zurückgezogen hat. Einigkeit scheint im engeren Führungskreis darüber zu bestehen, dass man das finanzielle Engagement nicht ausdehnen möchte. Es sei denn, dass sich Sponsoren melden. Aber die werden nicht von selbst vorstellig werden, man müsste vielmehr den sportlich erfolgreichen und interessanten Klub schmackhaft machen. Mit der Stadt müssten die Kontakte intensiviert werden, um weitere Trainingsstätten zu bekommen. Die Anlage in Odenkirchen Süd für die A-Junioren (Bundesliga) müsste bald durch eine andere Anlage abgelöst werden, möglichst in Nähe der Ernst-Reuter-Anlage.

Für den Jugendbereich hat der FC in Emil Neunkirchen einen Chef-Trainer verpflichtet, der die Arbeit der Trainer koordiniert. Ein sicherlich geschickter Schachzug, der sich sehr schnell sportlich ausgezahlt hat: Der FC hat als Amateurklub die erfolgreichste Jugendabteilung über den Fußballverband Niederrhein hinaus. Ein solcher Koordinator wäre auch nötig, um den Vorstand bei der Suche nach einem neuen Trainer, Neuzugängen oder Weiterverpflichtungen für die kommende Saison zu unterstützen. Nach dem Ausscheiden von Lothar Rhönisch als Sportlicher Leiter ist dieser Aufgabenbereich spürbar nachteilig verwaist.

Dazu kommt nun auch noch aktuell eine Fülle von Arbeiten, die zu erledigen sind. Das Nachholspiel gegen den KFC Uerdingen (Sonntag 21. Februar um 15 Uhr, Grenzlandstadion) ist als Risikospiel eingestuft wie vor einigen Monaten die Partie gegen den Wuppertaler SV. Abstimmungen mit dem Verband, der Polizei sind erforderlich. Dazu müssen möglichst viele Mitarbeiter im Verein gefunden werden, die sich beispielsweise als Ordner zur Verfügung stellen.

Fazit: Der Vorsitzende Uwe Röhrhoff ist sicherlich nicht zu beneiden, denn er muss augenblicklich an fast allen Fronten arbeiten und Entscheidungen treffen, die kaum Aufschub gestatten.

Quelle: RP
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