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Lokalsport
Viktoria Rheydt fühlt sich in der Kreisliga A heimisch

Fussball. Nach Jahren des Auf- und Abstiegs zwischen B-Liga und Bezirksliga ist man mit der aktuellen Kontinuität zufrieden. Von Horst Höckendorf

Ein wahres Wechselbad der Gefühle hat Viktoria Rheydt im zurückliegenden Jahrzehnt erlebt: Aufgestiegen aus der Kreisliga B in die A-Klasse, wo sie im zweiten Jahr den Sprung in die Bezirksliga schaffte, sich dort aber nur in der Saison 2007/08 hielt. In der Folge wurde Viktoria durchgereicht bis zurück in die zweitniedrigste Amateurklasse. Im ersten Jahr wurde als Tabellenzweiter der Wiederaufstieg knapp verpasst, was dann aber in der folgenden Spielzeit 2010/11 gelang. Damit nicht genug, denn wenn ein Durchreichen nach unten möglich ist, weshalb nicht mal die andere Richtung einschlagen? Somit war die Kreisliga A nur Durchgangsstation zurück in die Bezirksliga. Leider konnte die Klasse wieder nur ein Jahr gehalten werden, und die Pongser waren am Ende wieder dort gelandet, wo sie nach eigenem Bekunden hingehören.

Wolfgang Bodewein, seit 2003 Geschäftsführer der Viktoria, sieht die aktuelle Situation mit dem derzeitigen Rang acht dann jedenfalls auch realistisch. "Wir hatten zu Beginn der Saison so viele Verletzte, die jetzt nach und nach zurückkehrten. Da blieb so mancher Punkt liegen", sagt er. Auf die Frage, ob die Bezirksliga nicht doch ein Ziel, ob mittel- oder langfristig, bleibe, antwortet Bodewein: "Wir fühlen uns in der Kreisliga A wohl. Für die Bezirksliga sind wir einfach zu klein. Lieber hier oben mitspielen als eine Stufe höher gegen den Abstieg kämpfen."

Nachdem Trainer Markus Horsch seinen Abschied zum Saisonende bekanntgegeben hatte, steht nun auch der neue Trainer fest. Thomas Gormanns, derzeit noch Spieler in Diensten des Ligarivalen SC Hardt, wird die Nachfolge zur neuen Spielzeit antreten. Damit setzt sich eine Kette fort, man könnte fast schon von Tradition sprechen, jungen aufstrebenden Trainern ihre erste Trainerstation zu bieten. Vor Gormanns waren dies Dony Karaca (jetzt Fortuna) und dessen Nachfolger Markus Horsch.

"Viktoria ist ein bodenständiger Verein, der meistens nur als Zeuge vor die Spruchkammer geladen wird. Ansonsten bieten wir den Spielern einer gehörigen Zusammenhalt, auch abzulesen an der niedrigen Fluktuation. Viele Spieler, die derzeit woanders kicken, sind noch passive Mitglieder", beschreibt Bodewein das Umfeld.

Für den Geschäftsführer scheint ein Kunstrasenplatz derzeit kein Thema zu sein. "Wir können keine 100.000 Euro an Eigenanteil aufbringen. Wir haben leider nicht genügend Sponsoren, die uns unterstützen könnten", sagt er.

Quelle: RP
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