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Lokalsport
Wassenberg denkt über Rücktritt nach

Frauenfussball. Der FSC steckt im Abstiegskampf. Wäre ein Trainerwechsel ein neuer und sinnvoller Impuls? Von Lisa Tellers

Beim FSC Mönchengladbach war die Enttäuschung am vergangenen Spieltag groß. Wieder einmal gab es gegen einen Mitkonkurrenten keine Punkte. "Die Mädels trainieren so super, keiner meckert und alle ziehen mit. Wir holen uns aber keinen Lohn dafür ab, da fragt man sich schon, ob man auch alles richtig macht", sagte Trainer Wolfgang Wassenberg. Der FSC steckt mitten im Abstiegskampf.

Wassenberg stellt deshalb auch Überlegungen zu seiner Person an. "Die momentane Situation ist sicherlich nicht der Anspruch des Klubs und es geht einzig und alleine nur um den Verein. Deshalb müssen wir bis zur Winterpause sicherlich überlegen, ob die Mannschaft nicht einen neuen Impuls braucht", sagt er. Bis zum Winter will er aber gemeinsam mit der Mannschaft noch das Ruder rumreißen, am Sonntag (15.30 Uhr) reist der FSC zum Tabellenvierten Bayer Wuppertal. "Gegen gute Mannschaften spielen wir oft besser. Ich bleibe Optimist und bin sicher, dass sich unsere Situation verbessern wird", sagt Wassenberg.

Bei vielen Teams ist die Länderspielpause unbeliebt, weil sie den Rhythmus stört. Beim Frauenfußball stellt sie gar ein Problem dar. Ein Spielfluss kommt gar nicht erst zustande. Seit drei Monaten läuft die Zweitliga-Saison und Borussia Mönchengladbach hat erst vier Bundesligapartien absolviert. "Der fehlende Spielfluss ist im Frauenfußball ein großes Thema und auch ein Problem für uns. Es ist schwierig in den Rhythmus zu finden und sich zu verbessern", sagt Trainer Mike Schmalenberg.

Um etwas im Rhythmus zu bleiben und das Erfolgserlebnis gegen Jena fortzuführen, absolvierte Borussia ein Testspiel gegen die SG Andernach, die ebenfalls in der 2. Bundesliga spielt. 5:0 gewann Gladbach und holte sich weiteres Selbstvertrauen für das anstehende Spiel am Sonntag (14 Uhr) beim Herforder SV. Einige Spielerinnen, die sonst eher weniger zum Einsatz kamen, drängten sich dem Trainer für die Startelf auf. Valentina Oppedisano war sehr präsent und erzielte vier Tore. "Wir haben gute Ansätze gezeigt und das Testspiel hat uns weiter nach vorne gebracht. Die zwei bis drei Prozent die uns gegen Jena noch fehlten müssen die Mädels jetzt gegen Herford auf den Platz bringen", sagt Schmalenberg.

Den kommenden Gegner kennen die Gladbacherinnen aus zahlreichen Testspielen. Die Herforderinnen stecken seit zwei Jahren im Abstiegskampf, haben aber talentierte Spielerinnen in ihren Reihen. Wie vor jedem Spiel heißt die Devise Borussias: "Wir unterschätzen den Gegner nicht, aber wir wollen gewinnen." Die Qualität bei den Borussen ist durchaus vorhanden.

Borussia II ist als Team in der Regionalliga West angekommen. Nach den Erfolgserlebnissen zuletzt will Gladbach am Sonntag (11 Uhr) gegen Uevekhoven weiter punkten und sich in der Tabelle nach vorne schieben. Der Erfolg soll auch beim 1. FC weitergehen. Am Sonntag (13.30 Uhr) reisen sie nach Baumberg und könnten mit einem Sieg weiter Druck auf die Tabellenspitze ausüben.

Quelle: RP
 
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