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Lokalsport
Weisweiler Elf will für Berlin offensiv sein und gut stehen

Hallenfußball. Manche Sachen sind eben, wie sie sind. Zum Beispiel, dass Borussen-Teams offensiv spielen. "Das ist auf dem Rasen so und auch in der Halle", sagt Peter Wynhoff. Dass die Lust auf das Tor zuweilen Ergebnis-Frust nach sich zieht, haben Wynhoff und die anderen Mitglieder der Weisweiler Elf, dem Traditionsteam der Borussen, zuletzt beim Hallenturnier in Mülheim zu spüren bekommen. Da spielten die Gladbacher ein nettes Bällchen, wurden aber öfter ausgekontert - und schieden nach der Vorrunde aus. "So dürfen wir es sicher nicht mehr machen", weiß Wynhoff, einer vor drei Weisweiler Elf-Geschäftsführern. Von Karsten Kellermann

Nicht in Minden, wo ein Teil der Weisweiler Elf, unter anderem Wynhoff, heute spielt. Und vor allem nicht in Krefeld, wo die zweite Abordnung der Gladbacher Altstars heute beim dortigen Budenzauber mitmacht. Der Turniersieger fährt zum Masters nach Berlin. Dreimal waren die Alt-Borussen in der Hauptstadt schon dabei und wollen es nun wieder schaffen. Doch auch Wynhoffs Amtskollege Jörg Jung weiß, dass man "in der Halle nur Erfolg hat, wenn man hinten gut steht". Oder genauer: Die Defensivarbeit muss ganzheitlich passen, "es darf keiner vorn stehenbleiben", sagt Jung. Darum sind die Männer, die vorn spielen, doppelt gefordert: Zum einen sollen sie Tore machen. Damit haben Chiquinho, Andrej Voronin und Mike Hanke kein Problem. "Sie können gut knipsen", weiß Jung. Dazu kommt aber, dass Stürmer eben nicht nur wissen müssen, wo das Tor steht, sondern auch das Umschaltspiel können müssen. Nach hinten Räume schließen, dem Gegner folgen, schlicht: Tore verhindern.

Allerdings haben die Gladbacher auch erfahrene Defensivspieler im Team: Jörg Jung, Valandi Anagnostou, Martin Schneider und Jörg Neun. Dazu kommt der schussgewaltige Jörg Albertz. Und hinten steht der reaktionsschnelle Jörg Kaessmann im Tor. Auch auf ihn wird es ankommen. Denn die Gegnerschaft - die Alt-Borussen eröffnen das Turnier gegen den VfL Bochum (11.15 Uhr), danach steht das Derby gegen den 1. FC Köln (13.03 Uhr) an - "hat mächtig aufgerüstet", wie Jung weiß. Schalke beispielsweise hat Gerald Asamoah dazu geholt. Nicht nur deswegen definiert Jung die Schalker neben dem VfL Bochum als großen Turnier-Favoriten.

Quelle: RP
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