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Michael Holthausen
"Wichtig ist, dass alle an einem Strang ziehen"

Mönchengladbach. Neuwerks neuer Trainer erklärt, warum er für die Sportfreunde seine Fußballpause beendet hat und wie er den Klub retten will.

fussball Nach sieben Jahren und sechs Monaten sehr erfolgreicher Zusammenarbeit trennten sich im Februar der damalige Bezirksligist Grün-Weiß Holt und Trainer Michael Holthausen. Der zog sich danach zurück. Völlig überraschend trat bei den Sportfreunden Neuwerk Trainer Michael Haag in der vorigen Woche zurück. Für den Seniorenobmann Peter Surujun und den Vorstand stand schnell fest, dass sie Michael Holthausen als Nachfolger verpflichten wollten. Der gab Anfang der Woche seine Zusage. Kurt Theuerzeit sprach mit Holthausen.

Wie haben Sie nur das letzte Halbjahr ganz ohne Fußball überstanden?

Holthausen Sehr gut. Nachdem ich im Februar aufgehört habe, war die erste Zeit ohne Fußball doch recht schwierig. Man muss sich umstellen. Das ist mir bald recht gut gelungen. Weil ich beruflich und privat genug zu tun hatte. Mehr Zeit für meine kleine Tochter, endlich einmal länger Urlaub machen, Freundschaften wieder aufleben lassen. Ich wollte eigentlich mit Fußball nichts mehr zu tun haben. Anfragen anderer Klubs habe ich abgesagt. Ich habe mich einfach wohlgefühlt.

Wenn sich da ihr Leben derart positiv entwickelt hat, wieso haben Sie dann jetzt Neuwerk eine Zusage gegeben?

Holthausen So einfach ist das nicht gewesen. Ich habe mehrere Tage darüber nachgedacht und die Sache mit meiner Frau besprochen. Mir war klar, dass ich dann wieder viel von meiner Freizeit opfern müsste. Allerdings hat Peter Surujun immer wieder gebohrt, der Neuwerker Vorstand hat sich sehr bemüht, was mich sehr geehrt hat. Ich habe erst nach intensivem Nachdenken meine Zusage gegeben. Zudem wohne ich in Neuwerk, der Platz liegt also um die Ecke.

Haben Sie bei Ihrem Entschluss einkalkuliert, dass es sich in Neuwerk um einen riskanten Job handeln könnte?

Holthausen Was ist schon riskant. Es geht darum, ob wir die Klasse erhalten oder nicht. Für den Abstieg kommen fünf oder sechs Mannschaften in Frage. Es ist doch klar, dass wir das alle schaffen wollen. Wichtig ist, dass wir an einem Strang ziehen, dass sich die jungen Spieler weiter entwickeln. Dann sehen wir, was daraus zu machen ist.

Können Sie sich von Ihrer neuen Mannschaft schon eine Vorstellung machen?

Holthausen Natürlich habe ich schon einmal ein Spiel der Neuwerker gesehen. Ich kann nur sagen, dass ich ganz sicher eine Mannschaft übernehmen werde, die absolut fit ist. Ich habe eine Reihe junger Spieler gesehen, die sehr viel Talent mitbringen. Fast alle sind Neuwerker. Darauf lege ich viel Wert, aber auch der Verein will in diese Richtung arbeiten. Ich habe keine Lust, hinter Spielern aus anderen Vereinen herzulaufen.

Werden Sie sich morgen das Spiel der Neuwerker in Gnadental ansehen?

Holthausen Ich habe nach dem recht kurzfristigen Entschluss noch beruflich und privat einige Dinge zu regeln. Deshalb werde ich erst am kommenden Dienstag das Training übernehmen und dabei mit Co-Trainer Reiner Franken zusammenarbeiten. Wir werden versuchen, ein Spielsystem zu etablieren und hoffen, dass wir damit Erfolg haben und die Klasse erhalten. Das klappt oder klappt nicht. Ich werde mit den Gegebenheiten, die ich vorfinde und die sehr ordentlich sind, arbeiten. Ich möchte dem Klub helfen und freue mich jetzt auf die Aufgabe.

Quelle: RP
 
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