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Lokalsport
Wickrath will mittelfristig den großen Wurf schaffen

Fussball. Nach einem guten Jahrzehnt in der Bezirksliga, in der es der TuS Wickrath viermal in Folge verpasste, als Zweiter oder Dritter den Sprung in die Landesliga zu schaffen, kam im Jubiläumsjahr 2010 der Sturz in die Kreisliga A. Hier spielte der TuS, abgesehen von der Saison 2012/13, bei der Vergabe um den Aufstiegsplatz eine gewichtige Rolle. Doch der ganz große Wurf sollte noch nicht gelingen. Derzeit stehen die die Blau-Weißen auf Rang zehn - fernab des Guten und nicht ganz so weit von den Abstiegsplätzen entfernt.

Doch in Panik verfällt das Team von Trainer Wilfried Nilges zu keiner Zeit. Auch der Vorstand fürchtete nicht, in dieser Saison in akute Abstiegsgefahr zu geraten. Immer wenn es darauf ankam, fuhr das Nilges-Team wichtige Siege ein, um den Sicherheitspuffer aufrecht zu erhalten.

Dass es in dieser Saison nicht so recht läuft, ist dem Umstand geschuldet, in der Winterpause erneut wichtige Spieler verloren zu haben. Nilges kommt bei den vielen Abgängen zum Beispiel als Ausdruck guter Ausbildung auch auf sechs Spieler, die sich dem 1. FC Mönchengladbach in den letzten drei Jahren anschlossen und auch nicht kurzfristig adäquat zu ersetzen waren. "Bis wir unsere A-Junioren soweit haben, braucht es seine Zeit", erklärt Nilges, der auch DFB-Stützpunkttrainer ist. "Und wir sehen auch nicht ein, in der Winterpause viel Geld für einen gleichwertigen Spieler auszugeben, der unser finanzielles Gefüge sprengen würde", ergänzt der Vorsitzende Peter Jansen.

"Wir halten uns aus dem Wettrüsten einiger Vereine raus und setzen mehr auf den internen Nachwuchs", fährt Jansen fort und erhält Zustimmung vom Obmann Volkmar Sommerlade. "Alle unsere Trainer haben größtenteils höhere Lizenzen. Von daher können wir ein Training auf einer tadellosen Anlage anbieten, wie es die meisten Vereine nicht können", sagt Nilges, der zur kommenden Saison seinen Co-Trainer Domenice Hoyer ziehen lassen wird. Hoyer will seine gewonnene Erfahrung nun als Cheftrainer anbringen.

Mit den Neuzugängen, deren Verpflichtung kurz vor dem Abschluss steht, und einigen talentierten "Noch-A-Junioren" könnte der TuS bereits in der kommenden Saison wieder oben mitspielen und damit einen weiteren kleinen Schritt Richtung mittelfristiges Ziel Bezirksliga unternehmen.

(hohö)
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