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Lokalsport
Wickrathhahn und Fortuna sehen sich heute in der Relegation

Fußball-Kreisliga B. Für die Aufstiegsrelegation zur Kreisliga A, die heute Abend auf dem Platz des SV 08 Rheydt an der Schlossstraße stattfindet, haben beide Trainer eine einstimmige Meinung: Es gibt keinen klaren Favoriten. Beide erklären unabhängig voneinander, ihr Team sei gut vorbereitet und wolle selbstbewusst in die Begegnung gehen. Entscheidende Faktoren seien sowohl für Fortunas Übungsleiter Dony Karaca als auch für "Hahns" Teammanager und Trainer Naser Baliu die Tagesform und der Wille. Da sich schon vor Wochen abzeichnete, dass sich Fortuna und Wickrathhahn in der Relegation wiedersehen werden, waren zu jedem Spiel Beobachter beim Gegner vor Ort.

Karaca setzt wie üblich auf seine gute Defensive und ein schnell vorgetragenes Konterspiel. Baliu wird sicherlich auf Ballbesitz und seine Offensivkraft setzen, hielt sich diesbezüglich aber doch recht bedeckt und meinte nur, ein probates Mittel gefunden zu haben. Die Fortunen haben nach dem spielfreien Wochenende ein Trainingsspiel am Sonntag sowie die letzte Trainingseinheit gestern absolviert. Die Blau-Weißen haben sich im Gegensatz dazu in den letzten Wochen regelrecht warmgeschossen und 50 Tore in den fünf Spielen nach der Niederlage gegen Süchteln erzielt (die zwei mit 2:0 gewerteten Spiel nicht eingerechnet).

Baliu merkt in dem ausführlichen Gespräch an, dass sich 80 Prozent der Zuschauer auf die Seite der Fortunen schlagen würden. "Irgendwie scheinen wir zu polarisieren. Dabei verhalten wir uns nicht wesentlich anders als die großen Vereine der Stadt, die ihren Spielern auch teils recht üppige Summen zahlen. Abgesehen von der Ligazugehörigkeit, was unterscheidet uns da? Wir sind auch eine erste Mannschaft und wollen auch in diese Bereich vordringen. Doch im Gegensatz zu den anderen wildern wir nicht", redete sich Baliu in Rage und holte zum großen Rundumschlag aus: "Vor allem die Schiedsrichter sind gefordert, wenn Beleidigungen in unsere Richtung nicht geahndet werden. Wenn wir gegen etwas lamentieren, gibt es direkt eine Gelbe oder Rote Karte", sagte er. "Und auf unseren Einwand beim Verband, aus Sicherheitsgründen einen anderen Spielort zu nehmen, wurde erst gar nicht eingegangen", bemängelte Baliu angesichts einer erwarteten Kulisse von rund 500 Zuschauern. Bleibt zu hoffen, dass die Veranstaltung ohne Zwischenfälle über die Bühne geht.

(hohö)
 
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