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Lokalsport
Winkens und Muyres fordern kühle Köpfe

Fussball. Die Trainer der Landesligisten 1. FC Mönchengladbach und VfL Jüchen mahnen Konzentration bei ihren Spielern an. Von Kurt Theuerzeit

So ganz hat der 1. FC Mönchengladbach offenbar noch nicht realisiert, dass er in der Oberliga nur ein kurzes einjähriges Gastspiel gegeben hat. Im offiziellen Klubmagazin wird die erste Mannschaft jedenfalls noch als Oberligist geführt. Vielleicht ist es aber auch nur ein Anreiz, so schnell wie möglich wieder die Landesliga zu verlassen.

Doch dieser Neustart verläuft ein wenig holpriger als eigentlich geplant. Das musste er wohl auch sein, denn der Kader wurde fast runderneuert und fast ausschließlich mit jungen Talenten bestückt. Gravierende Abwehrfehler und haarsträubende Patzer im Abschluss ließen bislang nur einen Sieg und drei Unentschieden zu. Allerdings musste die Truppe auch erst eine Niederlage hinnehmen. Gemessen am Anspruch des Trainerteams ist die bisherige Ausbeute in jedem Fall zu gering.

"Klar müssten wir bisher zehn Punkte und nicht erst sechs haben. Spielerisch waren wir immer überlegen, wir haben auch die erforderliche Qualität, aber es fehlen oft Geduld und Konzentration", sagt Trainer Marcel Winkens. Seine Jungs müssen sich erst an den Seniorenbereich gewöhnen und damit fertig werden, dass für sie auch beruflich ein neuer Lebensabschnitt begonnen hat. "Das braucht Zeit, bis man da den richtigen Weg gefunden hat", weiß Winkens.

Er hofft aber, dass der Lernprozess bis zum Ende der Hinrunde abgeschlossen sein wird. Ein Schritt in diese Richtung soll schon am Sonntag in Heiligenhaus getan werden. Die Spielvereinigung hat bisher noch keinen Sieg verbuchen können und nur zwei Punkte auf der Habenseite. "Dieses und das folgende Spiel sollten wir auf jeden Fall positiv gestalten", sagt Winkens.

Während der FC noch so gerade in der Spur ist, scheint Jüchen diese immer mehr zu verlassen. Erst ein Sieg konnte verbucht werden. Nach dem 4:1 gegen Odenkirchen schien für den VfL alles in gewohnten Bahnen zu laufen. Allerdings vergaß man, dass die Odenkirchener zu diesem Sieg ungewollt einiges beigetragen hatten. "Wir müssen im Training vor allem am Abschluss arbeiten", sagt Trainer Sebastian Muyres, denn bisher wurden zu viele Torchancen vergeben. Laufwege werden in dieser Woche einstudiert und natürlich durch Torschussübungen die Treffsicherheit verbessert.

Ob das ausgerechnet beim sehr athletischen SC Velbert reicht, dürfte fraglich sein. Der VfL müsste sich auch körperlich beherzt einsetzen, um dort wenigstens einen Punkt mitzunehmen. "Wir dürfen uns aber auch nicht selbst zu sehr unter Druck setzen, sondern müssen kühlen Kopf bewahren", sagt Muyres.

Quelle: RP
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