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Philipp Heymanns
"Wir sind näher herangerückt"

Mönchengladbach. Der Trainer des Hockey-Zweitligisten Gladbacher HTC spricht über die Ziele und Herausforderungen in der Partie beim Düsseldorfer HC.

Herr Heymanns, nach nur einem Punkt aus den letzten drei Begegnungen ist der Vorsprung des Gladbacher HTC auf das Tabellenende in der Zweiten Bundesliga Nord wieder ein wenig geschmolzen. Erhöht das den Druck auf die Mannschaft in den restlichen zwei Partien vor der Winterpause?

Heymanns Nein, dadurch entsteht für uns kein zusätzlicher Druck. Und die jüngsten Ergebnisse spiegeln auch nicht immer den Spielverlauf wider. Natürlich ist es angenehm, wenn man sich frühzeitig ein schönes Polster erarbeiten kann. Aber wir waren uns immer im Klaren darüber, dass sich das Tabellenbild sowieso erst in der Rückrunde festigen wird.

Was ist das Ziel für die Partien am Samstag um 16 Uhr beim Düsseldorfer HC und eine Woche darauf daheim gegen Blau-Weiß Köln?

Heymanns Grundsätzlich wollen wir jedes Spiel gewinnen, aber wir wissen, dass wir auf zwei spielstarke Mannschaften treffen werden. Wenn wir punkten wollen, müssen wir auf jeden Fall vorne wieder effektiver werden und besser im eigenen Kreis verteidigen als zuletzt.

Beim 2:4 gegen den Spitzenreiter Hamburger Polo Club und beim 3:3 beim Tabellendritten Schwarz-Weiß Neuss hat Gladbach dem Favoriten jeweils Paroli geboten und die Spiele offen gestaltet. Was für eine Partie erwarten Sie am Samstag beim derzeitigen Zweiten DHC?

Heymanns Düsseldorf ist ein Aufstiegsaspirant, der allerdings auch schon ein paar Punkte liegengelassen hat. Auch wenn sich der DHC sicherlich daheim bislang sehr stark präsentiert hat, werden wir schon unsere Chancen bekommen.

In der vergangenen Saison lagen am Ende 25 Punkte zwischen dem DHC und dem GHTC, in den direkten Duellen gab es für Ihr Team zwei Niederlagen mit 4:13 Toren. Hat sich an den Kräfteverhältnissen etwas geändert?

Heymanns Ich denke schon, dass wir näher herangerückt sind. Zudem war das letzte Spiel in Düsseldorf längst nicht so deutlich, wie es das 1:5 aussagen mag. Doch grundsätzlich hat es für uns keine große Bedeutung mehr, was vergangene Saison war.

Vor allem das Offensivspiel des GHTC dürfte gefordert sein gegen die beste Defensive der Zweiten Bundesliga.

Heymanns Auf jeden Fall, Düsseldorf ist sehr defensivstark. Da müssen wir vorne schon sehr effektiv arbeiten, wenn wir es in den gegnerischen Schusskreis geschafft haben. Und es wird wichtig sein, Strafecken herauszuholen und diese dann ähnlich gut zu schießen wie vergangenen Samstag, als wir zwei Tore gemacht haben und zwei weitere Versuche erst auf der Torlinie geklärt wurden.

In den vergangenen Begegnungen stockte die Torproduktion allerdings etwas, und aus dem Spiel heraus wurde Gladbach zuletzt gegen den Hamburger Polo Club kaum einmal gefährlich. Ist das nur eine Momentaufnahme oder ein Trend, der Ihnen Sorge bereitet?

Heymanns Es ist schwer zu sagen, denn häufig ist das von der Tagesform abhängig. Ein gutes Beispiel im Positiven ist unser 8:4 gegen Heimfeld, bei dem wir in der zweiten Hälfte fast jede Torchance zu einem Treffer genutzt haben. Da haben wir einen kleinen Lauf gehabt. Oftmals ergeben sich solche Situationen einfach aus dem Spielverlauf heraus. Und wir haben durchaus in der laufenden Saison schon unsere Tore gemacht.

Mit gut drei Treffern pro Spiel liegt der GHTC auf dem Niveau des Vorjahres, dafür ist die Anzahl der Gegentore schon zurückgegangen. Sind Sie mit der Abwehrarbeit Ihrer Mannschaft zufrieden?

Heymanns Wir haben uns auf jeden Fall im Zweikampfverhalten gesteigert, zudem lassen wir weniger Strafecken zu als noch in der Vorsaison. Wir müssen uns allerdings bei Flanken in unseren Schusskreis noch verbessern. Da mangelt es häufiger noch an einer sauberen Staffelung. Das ist sicherlich auch eine Aufgabe für das Spiel beim DHC.

THOMAS GRULKE FÜHRTE DAS GESPRÄCH

Quelle: RP
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