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Horst Imdahl
"Wir sollten als Meister in die Landesliga"

Horst Imdahl: "Wir sollten als Meister in die Landesliga"
Horst Imdahl ist "jederzeit zu Gesprächen bereit", sagt er. FOTO: Raupold (Archiv)
Mönchengladbach. Der Vorsitzende des Rheydter SV hat Ideen für die Zukunft - nicht nur für seinen Verein. Kooperationen hält er für sinnvoll.

Wenn ein System krankt und saniert werden soll, dann ist Horst Imdahl der richtige Ansprechpartner. Ex-Landtagsabgeordneter Norbert Post nannte den künftigen Burggrafen einen Glücksfall für die Städtischen Kliniken Mönchengladbach. Der 68-jährige Diplom-Ökonom ist aber auch als Vorsitzender des Fußball-Bezirksligisten Rheydter Spielverein der Mann an der richtigen Stelle, um den "Spö" zu sanieren. Kurt Theuerzeit sprach mit ihm über den RSV, die Zukunft des Spielvereins und seine Ideen zum Fußball-Amateursport in Rheydt.

Sie haben die Städtischen Kliniken wieder in die Spur gebracht. Man lobt Sie sehr, aber man hört auch, dass Sie sich bald zurückziehen wollen.

Imdahl Lob hört man gerne, aber es war wohl für beide Seiten ein Glücksfall, als ich 2008 Geschäftsführer wurde. Am 30. Juni werde ich im nächsten Jahr aufhören. Einmal muss es eben gut sein.

Sie haben dann sicherlich viel Zeit, um sich der Sanierung des Rheydter Spielvereins zu widmen.

Imdahl Der Spielverein ist saniert. Nach der Insolvenz 2002 haben viele Menschen mitgeholfen, den Klub wieder zu stabilisieren. Wir haben keine Verbindlichkeiten mehr. Daran hat auch Daniel Imdahl einen großen Anteil. 2002 habe ich den Vorsitz übernommen, nachdem ich 1976 zum ersten Mal als Schatzmeister beim Verein ein Vorstandsamt übernommen hatte. Ich bin noch zwei Jahre als Vorsitzender gewählt und werde dieses Amt bis dahin weiter wahrnehmen. Man muss abwarten, wie es dann weitergehen kann.

Augenblicklich scheint sich ja auch im sportlichen Bereich ein Aufwärtstrend abzuzeichnen. Als Aufsteiger in die Bezirksliga steht der RSV an zweiter Stelle der Liga. Wird nun die Landesliga angepeilt?

Imdahl Nach der Insolvenz hatten wir noch einen sechsstelligen Euro-Etat. Mit diesen Mitteln konnten wir noch eine Zeit lang in oberen Klassen spielen, bis wir dann in der Kreisliga landeten. Uns waren die Gönner und Freunde abhandengekommen, ohne die hohe sportliche Ziele nicht zu erreichen sind. Ursache sind allgemeine wirtschaftliche Faktoren, die unsere finanziellen Möglichkeiten einschränken. Wenn wir in dieser Saison die Chance haben, in die Landesliga aufzusteigen, dann werden wir das auch tun. Wenn es sich in nächster Zeit als notwendig herausstellt, werden wir uns personell auch noch einmal verstärken. Wir sollten versuchen, als Meister in die Landesliga zu kommen. Die Relegation ist für die Tabellenzweiten eine Lotterie mit geringer Gewinnchance.

Kann sich der Spielverein in der Landesliga halten?

Imdahl Wir werden sicherlich die Mannschaft weiter verstärken müssen. Trainer René Schnitzler hat den Ehrgeiz, in der Landesliga zu spielen. Dabei kommt es nicht so sehr auf das Spiel gegen Spitzenreiter St. Tönis an, sondern wir müssen möglichst in den anderen Spielen keine oder nur wenige Punkte abgeben. In der Landesliga müssen wir uns dann einige Jahre stabilisieren und sehen, was dann möglich ist.

Auch die Landesliga wird schon erhebliche Finanzmittel erfordern. Ist das für den RSV dann zu realisieren?

Imdahl Wir haben nach einem möglichen Aufstieg einen Finanzrahmen, der ausreichend sein müsste. Ich glaube aber, dass wir langfristig über den Rand des einzelnen Vereins hinausdenken müssen. Finanziell leben wir alle nicht mehr im Schlaraffenland. Gemeinsam könnten wir den Fußball in Rheydt wieder auf sichere Beine stellen, wobei alle Vereine von einer Kooperation profitieren würden. Ich glaube nicht, dass sich alle Vereine halten können, wenn wir nicht von uns aus gemeinsame, weiterführende Ideen entwickeln. Es wäre wünschenswert, wenn von den innerstädtischen Rheydter Klubs dazu die Bereitschaft bestände.

Bei den Heimspielen des RSV sind häufig Personen aus dem Wirtschaftsbereich zu finden. Heute Abend um 19.30 Uhr spielt der "Spö" gegen Willich. Könnten Sie da nicht mit dem einen oder anderen Kontakt aufnehmen?

Imdahl Ich bin jederzeit zu Gesprächen bereit.

Quelle: RP
 
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