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Lokalsport
Wolfpack-Ladies stellen sich dem eigenen Publikum vor

American Football. Nun also haben auch die Frauen das Terrain der American Footballer erobert. Nachdem vor knapp zwei Wochen das neugegründete Wolfpack-Team den ersten Härtetest beim Testspiel in Solingen bravourös gemeistert hat, präsentieren sie sich erstmals auch dem heimischen Publikum. Gegner wird heute ab 13 Uhr auf dem Platz des RSV-Hockey im Grenzlandstadion der Ligakonkurrent aus Wuppertal sein. Von Horst Höckendorf

Seit einigen Monaten trainieren die Frauen recht intensiv und wollen das Erlernte nun auch auf dem Spielfeld bei einer sogenannten Scrimmage (ausgesprochen: Skrimmetsch) umsetzen. Bei einer Scrimmage treten zwei Teams nach einem meist gemeinsamen Aufwärmen gegeneinander an. Nach zehn Spielzügen für die Offensive wechselt dann das Angriffsrecht. Je viermal müssen demnach Offensiv- und Defensivreihen antreten. Diese Art von Testspiel ist gerade bei neu formierten Teams gerne gesehen, zeigt es doch den Entwicklungsstand der einzelnen Mannschaftsteile auf.

Bis auf wenige Ausnahmen hatte noch keine der Spielerinnen die Sportart ausgeübt, wie Teammanagerin Julia Kremers verrät. Sie selber sei in American Football hineingewachsen, da ihr Vater selber Spieler war und ihr Bruder diese Sportart derzeit auch ausübt. Sie selber darf den Sport aus gesundheitlichen Gründen nicht ausüben, dafür aber Jessica Schreiber und Eleni Garin.

Schreiber ist von Beginn an dabei. Als Mitglied einer Tanzgarde und angehende Gymnastiklehrerin ist sie durch ihren aktiven Freund zum Rudel gestoßen. Garin kommt aus der Leichtathletik und geht ins Fitnessstudio, doch dies war der Automobilkauffrau nicht aufregend genug. "Ich bin vor zweiß Monaten dazugestoßen. Das ist wie eine große Familie hier. Zickenkrieg gibt es nicht. Hier wird sich gegenseitig geholfen, was vor allem den neuen im Team das Eingewöhnen erleichtert. Das hat mir imponiert", erzählt sie.

Starten werden die Wolfpack-Ladies gleich in der zweiten Bundesliga im sogenannten "Neuner-Tackle". Das bedeutet, neun Spielerinnen pro Team stehen sich gleichzeitig auf dem Feld gegenüber.

Heute bietet sich also eine sehr gute Gelegenheit für interessierte Damen und auch Mädchen, sich vor Ort über diese Sportart zu informieren. Aber auch die Herren der Schöpfung dürfen gerne zusehen und nicht hinter vorgehaltener Hand über die weibliche Version der harten Männersportart lästern. Dass sie es schon drauf haben, wollen die Wolfpack-Ladies beweisen.

Quelle: RP
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