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Lokalsport
Yvonne Cremer lernt Fußballer zu führen

Fussball. Gegen einen Fußball hat Yvonne Cremer in ihrem Leben bisher eher zufällig getreten. Dennoch ist sie inzwischen eng mit dem Fußball verbunden, und zwar sehr aktiv im Funktionärsbereich, in den sie auch eher zufällig geraten ist. Von Kurt Theuerzeit

2008 suchte suchte der 1. FC Mönchengladbach wieder mal Mitarbeiter. Frank Mitschkowski, der damals Trainer war und Yvonne Cremer kannte, empfahl ihr, sich zu bewerben. Das war dann auch kein Problem. Mit sehr viel Engagement und einer sehr kurzen Einarbeitungszeit meisterte Cremer nicht nur die Aufgaben im Geschäftsführungs-Bereich, sondern hatte auch die Kleinigkeiten im Griff, die in einem Klub wichtig sind.

Darauf wurde man auch 2013 im Kreis aufmerksam, zu dem die damals 31-Jährige Kontakt pflegte. Sie wurde dort Geschäftsführerin im Kreisvorstand. "Den anfallenden Tagesaufgaben im Verein konnte ich aufgrund ihres Umfanges irgendwann nicht mehr optimal gerecht werden, so dass ich mich im letzten Jahr entschied, mich auf die Tätigkeit im Kreis zu konzentrieren", sagt sie. Die Arbeit im Kreisvorstand bescherte ihr auch Kontakte zur Verbandsebene.

Die dürften auch hilfreich gewesen sein, als der DFB um Bewerbungen für sein Leadership-Programm bat, zu dem nur Frauen zugelassen wurden. "Der Fußball steht aktuell vor großen und vielfältigen Herausforderungen. Um diese bewältigen zu können, bedarf es eines noch größeren und vielfältigeren ehrenamtlichen Einsatzes. Deshalb führt der DFB das Leadership-Programm für Frauen im Fußball durch, das als wichtigen Beitrag zu mehr Vielfalt im Ehrenamt die Gewinnung von Frauen für Führungspositionen im Ehrenamt zum Ziel hat", sagt DFB-Vizepräsident Eugen Gehlenborg.

150 Bewerbungen erhielt der DFB, 24 Frauen wurden dann nach einem intensiven Prüfverfahren ausgewählt. Darunter war Cremer, die mit ihren inzwischen 34 Jahren noch immer zu den Nesthäkchen gehört. "Ich freue mich sehr, an diesem Programm teilnehmen zu dürfen", sagt sie. Drei größere Fortbildungs-Veranstaltungen warten nun innerhalb eines Jahres auf sie. Dazu muss sie jeweils ein Wochenende in Frankfurt beim DFB verbringen. Dabei wird versucht, den Teilnehmerinnen in umfassender Weise Informationen und Fähigkeiten für Führungsaufgaben zu vermitteln. Dazu erhält jede Teilnehmerin einen Mentor zur Seite gestellt. Der berät sie außerhalb der Fortbildungen. Mit ihm wird ein Erfahrungsaustausch angestrebt, er wird Tipps und Ratschläge geben. "Nach dem ersten Treffen kann ich schon sagen, dass es sehr wertvoll ist, sich mit den Teilnehmerinnen aus den anderen Landesverbänden auszutauschen", sagt Cremer. Sie gehört damit einer wichtigen Testgruppe des DFB an. Vielleicht wird aus dem Test auch noch etwas mehr, denn Cremer besitzt Professionalität und Ehrgeiz. So etwas kann der DFB durchaus gebrauchen.

Quelle: RP
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