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Zurück zum Einmaleins des Fußballs

Lokalsport: Zurück zum Einmaleins des Fußballs
Es wird Zeit für die ersten Punkte: Lürrips Trainer Markus Lehnen hat nach den beiden Niederlagen zum Auftakt der Bezirksliga-Saison eine schonungslose Fehleranalyse betrieben. FOTO: Theo Titz
Mönchengladbach. Fußball-Bezirksliga: Der SV Lürrip ist mit zwei Niederlagen in die Bezirksliga-Saison gestartet. Trainer Markus Lehnen hat Ursachenforschung betrieben. Er fand heraus: In allen Mannschaftsteilen sind Fehler zu entdecken. Von Kurt Theuerzeit

FUSSBALL Es gibt Erlebnisse, die halten wach. "Die vergangene Nacht war nicht so berauschend für mich", gestand Lürrips Trainer Markus Lehnen am Donnerstag. Die bittere 1:3-Niederlage seines Teams gegen den SSV Strümp war für ihn kaum zu verstehen, kaum zu erklären. Er betrieb noch am frühen Morgen Ursachenforschung.

"Wir haben zwei schlechte Spiele abgeliefert, allerdings gegen Gegner, die im Mittelfeld anzusiedeln sind. Die Niederlagen verursachten aber nicht so sehr die Gegner, sondern wir waren selbst daran schuld", ist sich Lehnen sicher. Und dann kommt auch noch der Druck hinzu, den ebenfalls das Team selbst verursacht hat.

Der Druck resultiert aus einer Vorbereitung, die recht erfolgreich war. "Aber bei genauem Hinsehen haben oft nur die Ergebnisse gestimmt. Spielerisch habe ich schon einige Mängel erkannt", sagte Lehnen. In allen Mannschaftsteilen sind Fehler zu entdecken. "Die müssen eigentlich nicht immer ausschlaggebend für unsere Niederlagen sein. Wir machen hinten wenige Fehler, die aber der Gegner sofort ausnutzt. Vorne erarbeiten wir uns Chancen, verwerten sie aber nicht", sagte Lehnen.

Zudem fehlt ein Häuptling, der im recht jungen Kader auf dem Platz klar macht, wo es lang gehen soll. "Matti Langen ist ein solcher Typ, aber er fällt nun einige Wochen aus. Michael Harrison und Markus Kleff sind im Augenblick leicht angeschlagen."

Schließlich müssen vor allem die jungen Talente im Seniorenbereich Erfahrung sammeln. Das ist aber kaum innerhalb weniger Wochen möglich. Also ist auch Geduld von Vereinsseite gefordert. "Wir haben Geduld, aber wir brauchen Ergebnisse, denn sonst wird der Druck zu groß und ist ein zusätzliches Hemmnis", sagt Lehnen. Taktisch clever oder fußballerisch schön spielen, ist ab sofort in Lürrip nicht mehr gefragt. "Wir müssen das kleine Einmaleins des Fußballs beherzigen und wieder ganz einfach spielen", hat Lehnen am Donnerstag seinem Kader deutlich gemacht.

Druck besteht aber auch für Meer, obwohl die Gegner bisher aus dem oberen Tabellenbereich kamen. Nach Wachtendonk fahren die Blau-Weißen aber wieder als Außenseiter. Giesenkirchen könnte sich daheim gegen den VfL Willich durchaus ein weiteres Erfolgserlebnis verschaffen. Die Lürriper wollen in Aldekerk die Wende schaffen.

Lehnen hat den Gegner gestern im Spiel bei der Reserve des 1. FC Mönchengladbach beobachtet. Der FC verlor 0:4 und muss bereits morgen um 16 Uhr in Bracht spielen.

Quelle: RP
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