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Mönchengladbach
Sportnachwuchs steht für Facettenreichtum

Mönchengladbach. Bei der 39. Jugendsportlerehrung der Stadt wurden Talente aus 15 Sportarten für ihre Leistungen im vergangenen Jahr ausgezeichnet. Von Thomas Grulke

Zwei, drei Handgriffe genügten, und das Forum der Stadtsparkasse Mönchengladbach verwandelte sich in eine Skateboard-Arena. Mithilfe ihrer selbst gebauten Rampen und Hindernisse wirbelten die Skater der Rollbrett-Union über das Parkett und verblüfften das Publikum bei der 39. Jugendsportlerehrung mit spektakulären Sprüngen, Drehungen und Tricks. "Für uns ist es eine tolle Gelegenheit, unseren Sport zu präsentieren. Denn noch sind wir auf der Suche nach einer geeigneten Halle, damit wir in Mönchengladbach auch trainieren können", sagte der Vorsitzende des im vergangenen Jahr gegründeten Klubs, David Suhari. Die beeindruckende Show gehörte zum Rahmenprogramm der Traditionsveranstaltung, das mit seinen Vorführungen - außer der Rollbrett-Union durften auch Fußballtrickser Mehmet Can sowie mehrere Tanzgruppen des TSC Mönchengladbach ihr Können zeigen - einen weiteren Beleg lieferte für den Facettenreichtum im Gladbacher Sport.

Wie vielfältig die Sportlandschaft ist, verdeutlichten umso mehr die drei Ehrungsblöcke, in denen die Sportjugend des Stadtsportbundes (SSB) 185 Medaillen für die im Jahr 2016 errungenen Platzierungen auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene vergab. "Wir sind mit dieser Zahl sehr zufrieden. Ebenso ist erfreulich, dass 36 Prozent der unter 20-Jährigen in unserer Stadt in einem Sportverein aktiv sind. Das ist ein guter Ausgangspunkt für unser Bestreben, noch mehr Jugendliche für den Sport zu begeistern", sagte der SSB-Präsident Wolfgang Rombey, während die Jugendbildungsreferentin Susanne Püllen hinzufügte: "Fernab des sonst dominierenden Fußballs bieten wir bei der Jugendsportlerehrung einen schönen Querschnitt durch die Palette der Sportarten in unserer Stadt."

Ob Wildwasserkanu, Kunstrad, Thai-Boxen oder Super X Strut, eine Tanzdisziplin aus dem Twirling-Sport - überall brachten Gladbacher Talente im vergangenen Jahr besondere Leistungen. Unter den insgesamt 15 Sportarten, in denen junge Athleten geehrt wurden, stachen vor allem die Schwimmer und Rettungsschwimmer mit einer großen Anzahl an Podestplatzierungen im Jahr 2016 heraus. Besonderen Applaus erhielt Lina Hünschemeyer von der Startgemeinschaft Mönchengladbach, die bei den Verbandsmeisterschaften über gleich neun Strecken entweder den ersten oder zweiten Rang belegt hat. Ebenso beachtlich war der zweite Platz des neunjährigen Felix Wellers vom 1. PBC Neuwerk im 10-Ball der Poolbillard-Landesmeisterschaften - in der U 17-Altersklasse.

Mit den Hockey-Mädchen des Gladbacher HTC oder den Faustballern des TuS Wickrath standen zudem einige Mannschaften auf der Bühne. Und die Judoka des 1. JC Mönchengladbach freuten sich umso mehr, dass in Marc Odenthal ihr Vereinskamerad die Medaillen übergab. Odenthal hat bereits geschafft, wovon viele Gladbacher Talente träumen: Er hat im vergangenen Jahr an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro teilgenommen. Wer weiß, wer ihm in den kommenden Jahren folgen kann? Theoretisch können das demnächst auch Mitglieder der Rollbrett-Union sein, da Skateboarding 2020 olympisch wird. An Erfolgserlebnissen mangelt es Gladbachs jugendlichen Sportlern auf jeden Fall nicht. So antwortete eine junge Rettungsschwimmerin auf die Frage des Moderators Axel Tillmanns, wo denn die Medaille zu Hause hinkomme, trocken: "Zu den anderen."

Service Die gesamte Ehrungsliste ist auf der Internetseite des Stadtsportbundes www.mg-sport.de in der Rubrik "SSB informiert/Aktuelles" veröffentlicht.

Quelle: RP
 
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