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Mönchengladbach
Sportvereine treiben Integration voran

Mönchengladbach: Sportvereine treiben Integration voran
Unterstützen gemeinsam die Integration von Flüchtlingskindern durch Sportvereine: Wolfgang Rombey (links) und Helmut Wilms. FOTO: Ilgner
Mönchengladbach. Der Stadtsportbund und die Stadtsparkasse unterstützen Vereine bei der Integration von Flüchtlingskindern durch den Sport. 13 Mönchengladbacher Klubs wurden jetzt für ihr soziales Engagement mit jeweils 500 Euro bezuschusst. Von Angela Wilms-Adrians

Wissenschaftler sind sich einig: Sport ist eines der Medien, die helfen, Sprachbarrieren zu überwinden und soziale Kontakte herzustellen. Unter dem Titel "Verein(t) für Integration" setzten der Stadtsportbund Mönchengladbach und die Stadtsparkasse auf diesen Synergieeffekt. Sie haben daher das sportliche Integrationsprojekt für Flüchtlingskinder in Mönchengladbach gestartet und unterstützten Sportvereine bei unterschiedlichen Angeboten für diese Zielgruppe.

Im Studio der Stadtsparkasse am Bismarckplatz wurden nun im Beisein von Weltspartagmaskottchen Esel "Goldi" 13 Mönchengladbacher Sportvereine für ihre unterschiedlichsten Angebote für Flüchtlingskinder mit jeweils 500 Euro bezuschusst. Denn die gesamte Spendensumme in Höhe von 6.500 Euro stammt aus dem Erlös der Weltspartagaktion.

"Integrationsarbeit ist wichtiger denn je, und was kann integrativer sein als Sport", zeigte sich Helmut Wilms, Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse MG, in der Begrüßung überzeugt vom Erfolg. Wolfgang Rombey, Präsident des Stadtsportbundes MG, empfahl die im Sport wichtigen Werte Toleranz, Solidarität und Leistungsbereitschaft als Grundvoraussetzungen, um die Herausforderungen angesichts von 2500 Flüchtlingen in der Stadt zu leisten. Im Grußwort betonte Frank Boss, Vorsitzender des Sportausschusses: "Sport trägt zu dem Gefühl bei, dazu zu gehören, Mitglied eines Teams zu sein". Gemeinsam erlebte Freude und Enttäuschungen seien schon ein Stück gelebte Integration, so Boss.

Im Impulsvortrag stellte Christa Kleindienst Cachay Ergebnisse der Studie "Integration durch Sport von Migranten in und durch den Sport" an der Universität Bielefeld vor. Sie nannte ebenfalls positive Auswirkungen des Sports auf ein gegenseitiges Kennenlernen sowie sprachliche Kompetenzen bis hin zur Unterstützung von Bildungskarrieren und eine Eingliederung in den Arbeitsalltag. Die Referentin hob hervor: "Das gibt es nicht zum Nulltarif. Da sind viele Bemühungen im Verein notwendig". Sie hat beobachtet, dass ein Teil der Vereine schon mitten im Integrationsprozess sei. Doch der größere Teil habe das Thema noch nicht auf der Agenda. Wolfgang Schäfer vom TUS Wickrath und Bülent Bagir von den Sportfreunden Rheydt zeigten beispielhaft, dass das Thema in Mönchengladbach längst angekommen ist. "Wir machen Integration seit über 20 Jahren", sagte Bagir über die Rheydter Sportfreunde mit einem Migrationsanteil von über 60 Prozent.

Nach der Spendenübergabe half Axel Tillmanns vom Stadtsportbund mit praktischen Hinweisen: Auch ohne Mitgliedschaft sind Flüchtlinge im Verein versichert. Angebote für Flüchtlinge werden am besten im Internet unter der Adresse www.asyl-moenchenladbach.de veröffentlicht.

Am 8. Dezember, 19 Uhr tagt im Haus der Regionen, Bettrather Straße 22, der "Runde Tisch Flüchtlinge". Da sei auch der Stadtsportbund vertreten.

Die mit 500 Euro bezuschussten Vereine sind: Hindukusch Taekwondo, TV Beckrath, Ski-Club MG, SC Broich-Peel & Partner, Jugend-Karate-Club MG, SSV Rheydt, TUS 1860 Wickrath, TV Germania Dohr, Turnerschaft Neuwerk, LAZ MG, Mönchengladbacher SV, Yamabushi., Kinder- und Jugendsportverein.

Quelle: RP
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