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Mönchengladbach
(Stadt-)Radeln für ein gutes Klima

Mönchengladbach: (Stadt-)Radeln für ein gutes Klima
Krefeld, Mettmann und viele andere Kommunen haben schon drei Wochen lang im Rahmen des Stadtradelns Kilometer gesammelt und gute Ergebnisse erzielt. Jetzt liegt es an den Gladbachern, diese zu übertreffen. FOTO: Ralph Matzerath
Mönchengladbach. Die bundesweite Kampagne startet zum ersten Mal in Gladbach. Teilnehmende Politiker werden noch "vermisst". Von Leonie Hartmann

Rote Ampeln, Stau, wütende Autofahrer. Wer mit seinem Auto in der City unterwegs ist, ist regelmäßig frustriert. Man kommt vor allem in der Innenstadt kaum voran und findet selten kostenfreie Parkplätze.

Das muss aber alles gar nicht sein. Denn die Alternative Fahrrad biete eine Möglichkeit, dem Verkehrstrubel zu entkommen, findet der ADFC. "Oft kommt es zu einem Aha-Erlebnis, wenn die Bürger merken, das man in der Stadt ohne Auto oftmals nicht nur schneller unterwegs ist, sondern auch die lästige Parkplatzsuche und die Parkkosten erspart bleiben", sagt Dirk Rheydt, zweiter Vorsitzender des ADFC Mönchengladbach. Da Autofahrer sich vom guten Zureden allerdings selten überzeugen lassen, den Untersatz zu wechseln, initiiert der Verein Klima-Bündnis die "Kampagne Stadtradeln".

Was ist Stadtradeln? Stadtradeln ist ein bundesweiter Wettbewerb, der in Mönchengladbach jetzt am Sonntag startet. Drei Wochen lang sollen die Gladbacher so oft wie möglich anstatt zum Autoschlüssel zu Fahrradhelm und Schloss greifen, um so viele Kilometer wie möglich mit dem Rad zur Arbeit, zum Training oder zum Bäcker CO2-frei zurückzulegen. Mit diesem Ziel tritt die Stadt Mönchengladbach neben 340 anderen Kommunen zum ersten Mal bei der Kampagne an. Zum Anreiz winken nach drei Wochen Preise sowohl für Einzelne als auch für Gruppen, die sich zusammenschließen. Es gewinnt, wer durchschnittlich die meisten Kilometer zusammenfährt.

Welche Ziele verfolgt der Wettbewerb? "Die Bürger sollen vor allem Spaß am Fahrradfahren gewinnen", sagt Dirk Rheydt. Bei diesem Wettbewerb stehe neben dem Klimaschutz und einem Umdenken in der Verkehrspolitik vor allem der Spaß am Fahrradfahren im Fokus. Mit dem Umstieg vom Auto aufs Fahrrad soll auch ein politisches Zeichen gesetzt werden. "Viele Radfahrer schimpfen zu Recht über die regionale Verkehrsinfrastruktur. Stadtradeln ist eine gute Möglichkeit, um hierbei einen Wandel ins Rollen zu bringen", sagt Rheydt. Wer kann teilnehmen? Teilnehmen kann jeder, der in Mönchengladbach wohnt, arbeitet, einem Verein angehört oder eine (Hoch-)Schule besucht. Bedingung ist es jedoch, einem Team beizutreten, das mindestens aus zwei Personen besteht. Angemeldet sind bereits rund 220 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 32 Teams. Darunter stellen die Stadtverwaltung, die Polizei sowie einige Kirchengemeinden ein Team. Offenbar scheint im Rathaus der Funke noch nicht übergesprungen zu sein. Laut einer Facebook-Meldung der Partei Die Linke haben sich erst neun Ratsmitglieder angemeldet. 59 würden noch "vermisst".

Zeitraum Das Stadtradeln wird von Sonntag, 6. September, bis zum Samstag, 26. September, stattfinden. Während dieser Zeit gibt es viele zusätzliche Aktionen, wie beispielsweise Überraschungs-Radtouren mit dem ADFC, Fahrrad-Yoga oder einen Poetry-Slam. Das Pre-Opening findet am Freitag, 4. September, statt. Um 15 Uhr startet an diesem Tag am Marktplatz in Rheydt eine vom ADFC-Stadtverband organisierte Radtour zum Schloss Dyck.

Wie funktioniert die Aktion? Jeder Kilometer, der mit dem Fahrrad innerhalb der dreiwöchigen Aktionszeit zurückgelegt wird, kann im Online-Radkalender, auf der Homepage oder per Stadtradel-App eingetragen werden. Dies kann täglich, wöchentlich oder einmalig geschehen. Die App berechnet sofort die Streckenlänge. Ein Fahrradcomputer oder ähnliches wird also nicht benötigt. Die angefallenen Kilometer werden dann für jede Einzelperson zusammengezählt und dem zugehörigen Team angerechnet. Eine Übersicht zeigt, wie viele Kilometer jedes einzelne Team, aber auch die gesamte Stadt insgesamt zurückgelegt hat, um sich beispielsweise mit Krefeld oder Düsseldorf zu vergleichen.

Wo kann man sich anmelden? Infos gibt es auf der Internetseite www.stadtradeln.de/moenchengladbach2015.html. Interessierte können sich per E-Mail an stadtradeln@moenchengladbach.de wenden.

Quelle: RP
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