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Mönchengladbach
Stadt setzt Hockey-Talentsichtung fort

Mönchengladbach. Mit Lob muss Kamila Chwiedz nicht sparen. "Man sieht es den Kindern an, dass sie Spaß haben und mit dem bislang unbekannten Schläger schnell Erfahrungen sammeln", sagt die Grundschullehrerin. Es ist erst die zweite Unterrichtsstunde für die Erst- und Zweitklässler der KGS Nordstraße im Hockey, doch die Schüler dribbeln bereits mit Geschick durch den Hütchen-Parcours. Am Ende der Einheit erhalten die Kinder ihren kleinen Hockey-Pass. Von Thomas Grulke

Für sie ist es der Startschuss beim Talentförderprogramm Hockey, das im vergangenen Herbst mit sechs Gladbacher Grundschulen und dem Gladbacher HTC als Kooperationspartner seinen Anfang nahm. Nun setzt die Stadt das Projekt mit dem Rheydter Hockey Club (RHC) und sechs Rheydter Grundschulen fort.

"Hockey ist eine wichtige Profilsportart, bei der wir die Talentförderung nun neu beleben", sagt der Fachbereichsleiter Schule und Sport, Harald Weuthen. In den Mönchengladbacher Klubs hat er engagierte Kooperationspartner für die Aktion. "Hockey hat in unserer Stadt eine große Tradition, mit dem tollen WM-Stadion, dem Sitz des Deutschen Hockey-Bundes und Vereinen, die es möglichst vielen Kindern ermöglichen wollen, Hockey kennenzulernen", sagt der RHC-Vorsitzende Bouke Stoffelsma. Vier Trainer seines Klubs sind derzeit in den Grundschulen Nordstraße, Erich-Kästner, Hermann-Gmeiner, Waisenhausstraße, Pahlkestraße und Hockstein aktiv.

Jeweils die ersten beiden der insgesamt zwölf Hockeystunden absolvieren die Kinder in ihrem Sportunterricht. Danach treffen sich die talentiertesten Schüler auf dem Hockey-Platz im Grenzlandstadion zu den weiteren Einheiten. "Natürlich hoffen wir, dass auch die Vereine von der Kooperation profitieren und Zuwachs erhalten. Zudem wäre es toll, wenn Hockey im normalen Schulsport zukünftig eine größere Rolle einnimmt", sagt Weuthen.

Dass die Stadtsparkasse jeder der teilnehmenden Schulen ein neues Hockeyschlägerset zur Verfügung stellt, ist für die KGS Nordstraße eine große Hilfe. "Wenn das passende Material fehlt, ist es schwer, eine nicht so bekannte Sportart in den Unterricht zu integrieren. Uns fehlte es bislang an Schlägern. Mit dem neuen Set werde ich in Zukunft aber sicherlich häufiger mit den Kindern auch Hockey spielen", sagt Sportlehrerin Kamila Chwiedz.

Quelle: RP
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