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Mönchengladbach
Stadt soll einen Christopher Street Day bekommen

Die besten Bilder vom CSD in Berlin 2014
Die besten Bilder vom CSD in Berlin 2014 FOTO: dpa, wk fdt
Mönchengladbach. Mit der KG De Leckere Jecke hat Gladbach bereits einen schwul-lesbischen Karnevalsverein. Nun soll auch ein Christopher Street Day (CSD) folgen. Von Laura Schameitat

Um dieses Vorhaben zu realisieren, hat sich jetzt in den Räumen der Aidshilfe ein neuer Verein gegründet. Sein Name: "Christopher Street Day Mönchengladbach". Rund 20 Gründungsmitglieder waren dabei, Vorsitzender ist Markus Schnorrenberg, der auch Mitglied bei der Rheydter Prinzengarde und bei De Leckere Jecke ist. "Wir glauben, Gladbach ist reif und tolerant genug für einen CSD", sagt Schnorrenberg.

Der CSD, dessen bekannteste Ausgabe seit Jahren in Köln stattfindet, ist nach einem Aufstand von Homosexuellen gegen Polizeigewalt benannt, der sich in der New Yorker Christopher Street ereignete. Die Veranstaltung verknüpft Party und Spaß mit der politischen Forderung nach gesetzlicher Gleichbehandlung für Homosexuelle und Transsexuelle. In manchen Städten findet sie als Parade, in anderen als Straßenfest statt.

In Gladbach soll der CSD ein Straßenfest mit Bühne und Infoständen sein und schon diesen Sommer zum ersten Mal stattfinden. "Einen genauen Ort und Termin werden wir allerdings erst in rund drei Wochen bekanntgeben können", sagt Schnorrenberg. Das Fest solle nicht nur Party sein, sondern auch politische Reden beinhalten. Zudem will der Verein auf der Bühne auch einen mit der Vereinsgründung ins Leben gerufenen Ehrenpreis vergeben, den "Regenbogen-Bleistift". "Das Fest soll für alle sein, wir machen das nicht für uns", betont Schnorrenberg.

Schnorrenberg wünscht sich für Gladbach mehr Lokalitäten für Schwule und Lesben. Nach der Schließung des "Liberty" an der Aachener Straße sei nur noch die Kneipe "Gpunkt", ebenfalls an der Aachener Straße, übrig. Das liege jedoch nicht an mangelnder Nachfrage, sondern an individuellen Entscheidungen durch die Barbetreiber. Generell seien die Gladbacher sehr tolerant, findet er. Das könne man auch an der Akzeptanz für De Leckere Jecke sehen.

Quelle: RP
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