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Mönchengladbach
Stadt stellt mehr Fachkräfte ein, wird aber trotzdem kritisiert

Mönchengladbach. Sechs Jahre lang hat er die Stellenplan-Beratungen des Hauptausschusses kritisch begleitet: Gestern war es für Peter Heller die letzte Sitzung in seiner Funktion als Personalratsvorsitzender der Stadtverwaltung. Er übernimmt ab Januar die Abteilung der städtischen Gebäudereinigung. Von Dieter Weber

Sein Nachfolger und damit Ansprechpartner für mehr als 2500 Stadt-Bedienstete wird Hellers bisheriger Stellvertreter Thomas Enk. Heller bemängelte auch gestern den städtischen Stellenplan, auch wenn er davon sprach, dass der Personalrat die Einrichtung von 113 neuen Stellen begrüßt. Dies sei ein erstes Zeichen, dass alle Verantwortlichen den Ernst der Lage in der Verwaltung erkannt hätten. Heller nannte 208 unbesetzte Stellen zum Stichtag Ende Juni und bezeichnete dies als einen "der Hauptauslöser", der für einen Krankenstand von rund sechs Prozent bei der Stadt verantwortlich sei. In diesem Zusammenhang relativierte er die Aussagen des Planungsdezernenten Matthias Engel, der die Stellenquote mit 95 Prozent angab, die Heller aber wegen der unbesetzten Stellen auf 89 Prozent verringerte.

Um das Sparvolumen des Stärkungspakts zu erfüllen, muss die Stadt zwangsläufig Personal abbauen - das ist die Maßgabe, die von einer politischen Mehrheit getragen wird. Inzwischen hat die Stadtverwaltung mit einer ähnlichen Problematik wie die freie Wirtschaft zu kämpfen: Es wird schwieriger, geeignete Auszubildende zu finden. Der Personalausschuss rechnet damit, dass sich bis 2025 bei der Stadt ein Viertel der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in den Ruhestand verabschieden wird. Da es mehrere Jahre dauert, bis junge Menschen ihre Ausbildung beendet haben, empfiehlt er eine deutliche Aufstockung der Ausbildungsplätze. Im Stellplan für 2018 gibt es 108 geplante Stellen für "Lehrlinge".

Mit einer guten Nachricht wartete Stadtkämmerer Bernd Kuckels auf: Er geht davon aus, dass das erwartete Jahresergebnis für 2018 die Fünf-Millionen-Euro-Grenze übersteigt. Es bleibt aber ein dornenreicher Weg, die Aufgabe des Landes zu erfüllen und weiter ausgeglichene Haushalte zu präsentieren. Das geplante Plus für 2021 liegt derzeit nur bei rund 1,8 Millionen Euro.

Quelle: RP
 
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