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Antoschka
Clown bildet Integrations-Helfer aus

Mönchengladbach. Wo Antoschka (Ekaterina Mozhaeva) ist, bleibt kein Platz für schlechte Laune: Im Nu zaubert der weibliche Clown Jung und Alt im Giesenkirchener Jugendzentrum ein Lächeln ins Gesicht. Und sorgt dafür, dass alle Anwesenden gleich darauf mit Jonglierbällen beschäftigt sind und dabei jede Menge Spaß haben.

Antoschka und ihr Mann Wolfgang Riehn betreiben eine Bühne für Clown und Kultur. Gemeinsam mit der Stiftung Mercator haben sie im Städtischen Jugendzentrum K5 in Giesenkirchen mit einem Kennenlern-Treffen das Projekt "Circus Asyl" gestartet, das gemeinsam mit der Stadt Mönchengladbach umgesetzt wird. "Ziel ist es, Honorarkräfte und Ehrenamtler, die in Jugendzentren und auf Abenteuerspielplätzen auch mit Kindern aus Flüchtlingsfamilien arbeiten, in Clownetic auszubilden", erläuterte Beigeordnete Dörte Schall bei der Vorstellung des Projektes.

Antoschka hat Clownetic - eine Kombination aus Elementen der Kinetic, Clownerie, Jonglage und Akrobatik - entwickelt, um "Clown-Studenten" kompakt und professionell Grundkenntnisse in allen Disziplinen zu vermitteln. Sie wurde beim Moskauer Staatszirkus ausgebildet und studierte an der Moskauer Hochschule Theaterregie. Sie leitet ihr eigenes Kleinkunst-Theater Klunni in Glehn.

Der erste Workshop startet im Februar. Am Ende der Ausbildung werden alle Teilnehmer zu einer gemeinsamen Show einladen, um ihr Können zu präsentieren. In den Sommerferien 2017 werden dann von den ausgebildeten Trainern die ersten Workshops für Kinder und Jugendliche in den unterschiedlichen Einrichtungen der Stadt (Jugendzentren, Flüchtlingsunterkünfte) angeboten.

"Clown- und Zirkus-Workshops bieten Kindern und Jugendlichen eine ideale Möglichkeit, neue Freunde kennenzulernen, sich selbst und ihre eigenen Grenzen auszuprobieren und Sozialverhalten und Teamgeist zu lernen, körperliche Fähigkeiten und Körper-Koordination zu trainieren", sagt Wolfgang Riehn. "Die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit wird unterstützt und die Jungen und Mädchen erfahren, wie es sich anfühlt, seine eigene Leistung anerkannt zu bekommen. Das ist Integration." juz

Quelle: RP
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