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Brauchtumsgipfel
Der Kloster-Karneval ist auf dem Weg zum Kult

Mönchengladbach. Bodenständig, herzlich und wunderbar abgedreht - der Brauchtumsgipfel von Karnevalisten und Schützen ist im zweiten Jahr endgültig im Kloster Neuwerk angekommen. Und wird da sicher auch nicht wieder so schnell wegziehen. Das liegt nicht zuletzt an den Ordensschwestern, die Karnevalisten, Schützen und lokaler Prominenz nicht nur bereitwillig ihr Kloster öffnen, sondern auch mit bewundernswerter Haltung mitfeiern. Als Schützen-Chef Horst Thoren den Schwestern einen riesigen Bierkrug als Erinnerung an den Abend überreichte, konterte Schwester Beatrix zur allgemeinen Verblüffung: "Jetzt aber bitte auch noch mit Pils vollmachen, und dann trinken wir alle zusammen daraus." Das Neuwerker Krankenhaus bekam dann auch noch frei Haus ein eigenes Motto geschenkt: RP-Karikaturist Nik Ebert drehte das "M'r donnt, wat m'r könne" kurzerhand auf das medizinverträglichere "M'r könne, wat m'r donnt" um.

Ansonsten gab es das, was den Brauchtumsgipfel seit Jahrzehnten ausmacht: eine Messe, in der gebetet und geschunkelt wird und in der Bezirkspräses Johannes van der Vorst zum Messgewand einen Schützenhut mit Prinzenfedern tragen kann. Für Stimmung auf der Mini-Bühne sorgte die Tanzgruppe Kölsch Hännes'chen mit traditionellen Kölner Liedern. Deren Sänger Marko Moß bedankte sich für die kundige und launige Moderation von Karnevals-Boss Bernd Gothe. "Das toppt ja noch den Gürzenich von gestern", lobte Moß. Sichtlich Spaß an dem Abend hatte neben dem Prinzenpaar Michael II. und Niersia Monika auch Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, Frank A. Granderath und Markus Richter vom Krankenhaus Neuwerk sowie Bezirksschützenkönig Christoph Korsten. RALF JÜNGERMANN

Quelle: RP
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