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Kreativ-Wettbewerb
Fahrradfahrer gewinnt Preis für die beste Ausrede

Mönchengladbach. Mit dem Rad zur Arbeit fahren viele. Von Gladbach nach Düsseldorf - das dürfte den meisten dann aber doch zu weit sein. 66 Kilometer legt Stefan Goldkuhle auf der Strecke von seinem Haus in Rheydt zum Bankhaus Lampe an der Jägerhofstraße in Düsseldorf zurück. "Wenn das Wetter schön ist, fahre ich zurück auch noch einen Umweg", sagt er. Und wenn das Wetter nicht schön ist? "Ich hab' ja eine Regenjacke", sagt er. Mittlerweile suche er Gründe, zu fahren - und nicht umgekehrt.

Grund genug also, dem Aufruf des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs NRW und der AOK Rheinland/Hamburg zu folgen, und als einer von 10.000 Teilnehmern bei der Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" mitzumachen. Dabei sein kann jeder, der in der Zeit vom 1. Juni bis zum 31. August an mindestens 20 Tagen für den Weg ins Büro das Fahrrad nutzt. Eine Auszeichnung ist Goldkuhle schon sicher: Er machte zusätzlich beim Kreativwettbewerb "Die faulste Ausrede" mit und setzte sich gegen die Konkurrenz durch. "Mit dem Rad kann ich leider nicht fahren, weil ich die Hände brauche, um zu twittern, wie sportlich ich bin", schickte er ins Rennen - und gewann. Warum damit? Immer wieder beobachte er Menschen, die beim Sport ihr Handy zücken, um Selfies von sich zu schießen, erzählt Goldkuhle. "Da fragt man sich manchmal, ob es wirklich um den Sport geht - oder um andere Dinge." Zur Belohnung gab es ein Rad im Wert von 2400 Euro, das Goldkuhle von AOK-Geschäftsstellenleiter Heiko Janssen überreicht bekam. Preis hin oder her - gewonnen hat der Rheydter eh: "Ich fühle mich deutlich wohler, seitdem ich mit dem Rad unterwegs bin." Der Kreislauf ist in Schwung gekommen, ein paar Kilos sind auch gepurzelt. Ob er 2017 wieder an der Aktion teilnimmt? "Klar, ich fahre ja sowieso." LUDWIG KRAUSE

Quelle: RP
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