| 00.00 Uhr

Sommerleseclub
Geschichten auf dem roten Sofa

Sommerleseclub: Geschichten auf dem roten Sofa
Die Lesepatin Laura Jansen sorgt sonntags für Lesespaß in der Stadtbibliothek. Ihre kleinen Zuhörer haben dabei jede Menge Spaß. FOTO: Knappe
Mönchengladbach. Madame Hélène ist eine quirlige Person mit dem Wunsch, jedem Pensionsgast das Zimmer passend einzurichten. Doch dann muss sie überrascht erleben, dass ihre Gäste ganz anders wählen, als von ihr erwartet. Anschaulich illustriert ist die Geschichte mit dem Bilderbuch "Pension Hélène" vergnüglich zu erleben. Laura Jansen hatte dieses Buch sowie die von Britta Teckentrup geschriebene und illustrierte Geschichte "Der Baum der Jahreszeiten" für die ersten Sonntagsgeschichten nach den Ferien ausgewählt.

Hier saß die ehrenamtliche Lesepatin auf dem roten Sofa in der Kinderbuchabteilung der interkulturellen Familienbibliothek Rheydt, um vorzulesen und mit Lesefohlen Bilder zu betrachten und darüber zu plaudern. Gekommen waren die sechsjährige Sina und die um drei Jahre ältere Limar. Sie hatten gleich geahnt, dass Bernard Friots und Magali Le Huches Buch über Madame Héléne zur Lesestunde auf dem roten Sofa ihr Favorit sein würde, als sie die Auswahl hatten.

Nun hatten sie ihren Spaß an den lustig eingerichteten Gästezimmern. Da wird für den Karatemeister alles solide hergerichtet, und Monsieur Simon bekommt einen Badetraum in Meeresblau. Den fand Sina besonders witzig, da hier sogar ein Schaukelstuhl im Aquarium stand. Die Erstklässlerin besucht häufig mit ihrer Mutter die Bibliothek. Inzwischen kann sie schon ein wenig schreiben. Die neunjährige Limar kann natürlich bereits sehr gut alleine lesen, hatte aber ebenso viel Freude an den Sonntagsgeschichten.

Das galt dann auch für das Jahreszeitenbuch über den Wandel der Natur am Beispiel eines Apfelbaumes. Doch übereinstimmend bekundeten Sina und Limar, dass die Pension Hélène einfach lustiger sei. "Sonntags sind meist jeweils zur Hälfte Mädchen und Jungen da. Es liegt an den Eltern. Wenn sie die Kinder fördern und ihnen das Angebot zugänglich machen, ist das Geschlecht egal", sagte die Lesepatin über ihre Erfahrungen mit Lesefohlen. Sie bedauerte, dass zum ersten Termin nach den Ferien nicht so viele Kinder gekommen waren.

Bei der Auswahl des Lesestoffs ist es ihr wichtig, dass Bilderbücher interaktiv und interkulturell sind und damit Lebensrealität widerspiegeln. Gemessen an den Gesamtzahlen ist die Ausleihe bei den Kinderbüchern in der Stadtteilbibliothek besonders groß. ANGELA WILMS-ADRIANS

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Sommerleseclub: Geschichten auf dem roten Sofa


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.