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Streetsoccer-Turnier
Hayat Mia ist der heimliche Star

Mönchengladbach. Inmitten einer großen Hochhaussiedlung an der Odenkirchener Burgmühle ist ein kleines Fußballfeld aufgebaut. Rund herum stehen Kinder, die ihre Freunde anfeuern und gebannt das laufende Fußballspiel verfolgen. Immer wieder rufen sie einen Namen: "Hayat". Hayat Mia ist kein Fußballspieler, der gerade auf dem Spielfeld steht: Er ist Streetworker und Veranstalter des Odenkirchener Streetsoccer-Turniers. Hayat Mia ist ein äußerst gefragter und beliebter Mann bei den mehr als 60 Kindern. "Ich kenne alle persönlich, wir haben eine besondere Beziehung zueinander", sagt er. " Es kann dann auch schon mal anstrengend sein, wenn alle Kinder gleichzeitig nach mir rufen. Aber es macht auch super viel Spaß, den Kindern beim Fußball zuzuschauen und zu sehen wie sie Freude am Sport haben", sagt Mia.

Zum sechsten Mal veranstaltete er mit der Hilfe von Fördervereinen das Odenkirchener Streetsoccer-Turnier. Zu gewinnen gab es aber nicht nur einen Pokal: Jeder Teilnehmer bekam noch Fußbälle, Schwimm-Gutscheine oder Kino-Gutscheine geschenkt. Die Kinder wurden in verschiedene Altersgruppen unterteilt, die Teams bildeten sich aus den einzelnen Straßennamen in Odenkirchen.

Nach dem ersten Spiel strahlte Younes Moulay (12): "Das ist echt cool! Es macht richtig Spaß, gegen die anderen ,Straßen' zu spielen, das motivier t dann noch einmal extra." Und so konnte in der Altersklasse U11 die Karlsstraße 2 den Pokal gewinnen. Den U-13-Turniersieg konnte die Schleestraße einfahren. Und zum ersten Mal gab es auch ein Mädchen-Turnier, bei dem die Schleestraße den Doppelsieg perfekt machte.

An dem Streetsoccer-Turnier können ausschließlich Odenkirchener Jugendliche teilnehmen. Überwiegend sind es Kinder aus vernachlässigten Vierteln. "Es ist wichtig den Kindern eine sinnvolle Freizeitgestaltung in den Ferien zu bieten und sie für den Sport zu begeistern", sagt Streetworker Hayat Mia.

Auch Trainer Aycan Sertoglu von der Spielvereinigung Odenkirchen half beim Turnier als Schiedsrichter aus und nutzte gleichzeitig das Turnier als Talentsichtung. "Wir helfen uns gegenseitig, und gerade die Kinder aus vernachlässigten Vierteln liegen uns besonders sehr am Herzen. Wir hoffen sogar, einige von ihnen für das Vereinsleben begeistern zu können", sagt Sertoglu. Das Streetsoccer-Turnier bleibt nicht die einzige Veranstaltung. Im September werden dann noch alle Kinder zum Phantasialand fahren: Das erzählt Younes Moulay mit strahlenden Augen.

LISA TELLERS

Quelle: RP
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