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"das Weisse Rössl"
Hugo-Junkers-Schüler zeigen Operette

Mönchengladbach. Zur Premiere am heutigen Freitag um 19 Uhr dürfen sich die Besucher in der Aula des Hugo-Junkers-Gymnasiums über einen Klassiker aus den 30er Jahren freuen: Die Operette "Im Weißen Rössl" wird dann von den Oberstufen-Schülern des Hugo-Junkers-Gymnasiums aufgeführt. 50 Schüler beteiligten sich am fachübergreifenden Projekt aus den Fächern Kunst und Musik. Das Stück, das am 8. November 1930 in Berlin uraufgeführt wurde, beinhaltet Musik, Tanz und Kunst und spielt in der österreichischen Bergidylle, dem Hotel "Weißes Rössl" in Sankt Wolfgang im Salzkammergut.

Wer hinter dem Titel antiquierte Kitsch-Unterhaltung vermutet, wird eines Besseren belehrt, weiß Kunstlehrer Stephan Merschieve, der gemeinsam mit Kollegin Susanne Leitmann die Arbeit der Schüler betreut hat. "Die deutschsprachigen Musicals und Operetten bieten viele eingängige Ohrwürmer. Die Schüler identifizieren sich auch mit den Liedern und haben diese auf der Studienfahrt in die Toskana ständig im Bus geübt." Das Stück wurde einst von den Nazis verboten.

Teils wegen der jüdischen Mitautoren, teils wegen dem ironischen Umgang mit den Themen Heimat, Autorität und Folklore. Das Drehbuch wurde an kleinen Stellen jedoch etwas modernisiert: So darf man sich zum Beispiel auf die Rheydter Version des Liedes "Im Salzkammergut" sowie Kaiser Franz Joseph (gespielt von Manuel Katholnigg) freuen, der ganz mit der modernen Zeit geht und gemeinsam mit Sigismund Sülzheimer (gespielt von Niklas Engels) ein Selfie aufnimmt.

Neben der heutigen Premiere finden an diesem Wochenende noch zwei weitere Vorstellungen statt: am morgigen Samstag um 19, am Sonntag dann um 15 Uhr. Heute und morgen zahlen Erwachsene sieben, Kinder fünf Euro. Sonntag zahlen Erwachsene fünf, Kinder vier Euro.

(seu)
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