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Nino Abate, Domenic0 Sepe Und Juve
Italienische Gäste und gemischte Gefühle

Mönchengladbach. Nino Abate hatte gestern Abend einen Termin. Er hatte ein kurzes Treffen mit Andrea Barzagli, dem Verteidiger von Juventus Turin, den er schon seit einigen Jahren kennt. Abate, Inhaber der "La Tavernetta" in der Postgasse, ist seit Kindertagen Juve-Fan. Und Barzagli ist für ihn einer der "besten Verteidiger der Welt". Natürlich wird er heute im Stadion sein, wenn seine beiden Klubs sich messen, denn: "Ich habe auch Borussia in mein Herz geschlossen. Ich bin sehr dankbar, dass ich jetzt meine beiden Klubs hier sehen kann", sagt Abate. Er hat heute Abend sein Ristorante jenseits des üblichen freien Tages (Sonntag) geschlossen, es gibt aber tagsüber eine besondere Leckerei: "Meine Gäste können zwischen einem rheinischen Menü und einem Menü Piemontese wählen", sagt Abate. Für das Spiel kommt auch sein Patenkind Salvatore (17) nach Gladbach. "Auch er liebt Juve, will aber auch Borussia sehen", sagt Abate. Extra für das Spiel, in dem er für beide Gegner Gefühle hegt, hat er zusammen mit dem Gladbacher Helmut Stegmaier ein passendes Outfit kreiert: Ein Trikot, das halb aus einem Borussen-Hemd und halb aus einem Juve-Shirt besteht. "Das werden wir heute tragen. Eigentlich wäre für mich ein 2:2 schön, aber wenn Borussia gewinnt und beide weiterkommen, ist das auch okay", sagt Abate.

Besuch aus der Heimat hat auch Domenico Sepe, der das "Michelangelo" führt. Andrea Manzi, der Bürgermeister seines Heimatortes Casamarciano in der Nähe von Neapel, ist seit gestern da. Manzi ist Juve-Fan, "das sind viele bei uns in der Gegend", erzählt Sepe. So hat er den alten Freund eingeladen. "Wir haben früher zusammen Fußball gespielt. Er war Rechtsaußen, ich war eine Nummer zehn", sagt Sepe. Das Treffen ist öffentlichkeitswirksam. Denn gestern Abend schickte Juventus ein Team des klubeigenen Fernsehens ins Ristorante an der Lüpertzender Straße. Dass die beiden Herren sich auch ein bisschen anfrotzelten wie früher - Sepe mag schließlich den SSC Neapel und nicht Juventus - gehörte dazu. Und heute Abend, wenn die beiden zusammen im Borussia-Park sitzen und das Spiel anschauen, wird Sepe anders als Nino Abate keine gemischten Gefühle haben: Er wird nur den Borussen die Daumen drücken. KARSTEN KELLERMANN

Quelle: RP
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