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Bethesda
Martin Luther mit jungen Augen gesehen

Mönchengladbach. 500 Jahre Reformation ist ein Thema, das Jugendliche nicht unbedingt spontan bewegt. Aber wenn sie sich damit auseinandersetzen, kommt Erstaunliches dabei heraus. Die Abschlussklassen der gestaltungstechnischen Assistenten des Berufskollegs Platz der Republik für Technik und Medien haben sich im Religionsunterricht seit 2013 mit dem Thema beschäftigt: Die Ergebnisse sind jetzt im evangelischen Krankenhaus Bethesda ausgestellt. Bunt oder schwarz-weiß, nachdenklich oder komisch, aus der Perspektive von Hindus oder Moslems, evangelischen, katholischen oder konfessionslosen Schülerinnen und Schülern.

Michelle Lehmann hat die Thesentür aus Begriffen der Reformation nachgebildet. "Ich wollte es einerseits schlicht halten und andererseits die Stellung des Wortes betonen", sagt sie. Michelle Nix und Selina Gottschlich haben einen Comic gestaltet. "Reformatorische Theologie kurz und bündig", kommentiert ihr Religionslehrer Pfarrer Rainer Pleißner, Initiator des Projekts. Und so bunt und vielseitig geht es weiter: Luther und Bonhoeffer, Luther in der Filmgeschichte, Luther und die Musik, die Reformation und Europa. Lisa Fortuin hat mit dem Gesicht des Reformators eine Europakarte kreiert. Die Auseinandersetzung mit Luther hat sie beeindruckt: "Erstaunlich, was ein einzelner Mensch erreichen kann." Eröffnet wurde die Ausstellung jetzt im Beisein von Superintendent Dietrich Denker und vieler Gäste aus Schule, Kirche und dem gastgebenden Johanniter-Krankenhaus Bethesda. Die Ausstellung ist noch bis zum 20. Juli zu sehen und wandert anschließend nach Bonn.

ANGELA RIETDORF

Quelle: RP
 
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