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Aktion Am Alten Markt
Mönchengladbach zeigt Flagge für Tibet

Mönchengladbach. "Flagge zeigen für Tibet!" heißt es in der bundesweiten Kampagne der Tibet Initiative Deutschland (TID) auch im Jahr 2016. Mit zahlreichen Aktionen fordert die TID Gemeinden, Landkreise und Städte dazu auf, die tibetische Flagge öffentlich zu hissen: Damit sollen diese zum einen ihre Solidarität mit Tibet erklären und zum anderen den Gefallenen des am 10. März 1959 im Land blutig niedergeschlagenen Volksaufstandes gedenken.

Auch Mönchengladbach nahm teil an der Solidaritätsaktion: Die Regionalgruppe des TID hielt gestern eine symbolische Mahnwache für Tibet ab und ließ die tibetische Flagge ab 14 Uhr zwei Stunden lang am Alten Markt wehen.

"Flagge zeigen für Tibet heißt, sich für die Menschenrechte in Tibet und das Selbstbestimmungsrecht der Tibeter einzusetzen", erklärte Anja Real von der TID-Regionalgruppe Mönchengladbach. "Die chinesische Unterdrückungspolitik setzt in Tibet weiterhin auf Gewalt, und die internationale Gemeinschaft schaut weg."

Seit des verlustreichen Aufstandes des Volkes gegen die chinesische Besatzungsmacht in den sechziger Jahren leben Hunderttausende der sechs Millionen Tibeter heute im indischen Exil, so auch der gegenwärtige Dalai Lama. Gemeinsam versuchen sie, sich noch immer durch massive Protestaktionen von der chinesischen Regierung loszulösen. "Rund 150 tibetische Demonstranten haben sich als Zeichen gegen die Unterdrückung selbst verbrannt", sagte Real. "Die politischen Verhältnisse in Tibet haben sich in diesen 57 Jahren keineswegs zum Besseren gewendet. Auch wir in Mönchengladbach wollen deswegen ein Zeichen setzen und zeigen, dass Menschenrechte nicht verhandelbar sind."

Und genau das hat die TID-Gruppe gestern durch das symbolische Flaggehissen für Tibet getan.

(mr)
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