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Mönchengladbach Und Die Briten
Von Schildbürgern und Kennern

Mönchengladbach. Die Briten und Borussia. Oder besser: Die Briten und Mönchengladbach - das ist eine seltsame Beziehung. In Liverpool, beim dortigen an der Anfield Road beheimateten Football-Club, ist es ein bisschen Liebe, zumindest bei Graham Agg, der die Fan-Freundschaft der Klubs, in den 70ern oft Rivalen, mit dem Fanclub "German Reds" zelebriert. Den Schotten indes ist Mönchengladbach rätselhaft, das jedenfalls lässt das legendär gewordene Kneipenschild vermuten, auf dem drei durchgestrichene Versuche, "Mönchengladbach" zu schreiben, gefolgt wurden von dem nun zum Slogan (und Fan-Schal) gewordenen "A German Team". Die Geschichte ging online um die Welt. Nun outete sich der Urheber: Brian Pickering heißt er und arbeitet in der Gaststätte "Tiles" in Edinburgh. Dort, in der schottischen Hauptstadt, und nicht in Glasgow stand das ominöse Schild, das die Liveübertragung des Champions-League-Spiels der Borussen bei Celtic Glasgow ankündigte. "Darum darf ich die Tafeln bei der Arbeit nicht so oft beschriften", teilte Pickering nun via Twitter mit. "Stolzer zweifacher Vater. Liebhaber von Fußball (Hibernian FC), NFL und lauter Musik. Erfinder und neuer Fan von A GERMAN TEAM", beschreibt er sich in seinem Account. Der Zusatz Schildbürger würde auch noch passen. Zu Pickerings 408 Followern gehören inzwischen der englische Borussia-Account, der nach der Geschichte mit der Tafel in "A German Team" umbenannt wurde, und einige Gladbach-Fans.

Derweil hat sich herausgestellt, dass Borussia auf der Insel dann doch ein bisschen bekannt ist. In der BBC-Rateshow "A Question of Sport" erkannte der frühere irische Rugby-Nationalspieler Paul O'Connell das Lösungswort "Borussia Mönchengladbach", obwohl nur zwei der 23 Buchstaben vorgegeben waren. Moderatorin Sue Baker und die Mitspieler waren sichtlich verblüfft. O'Connell war der Held des Abends. Ob Brian Pickering die Show gesehen hat, ist nicht bekannt. Hätte er den Namen erkannt, der ihn zur Berühmtheit im Netz machte? Eher nicht. Denn seine ganz persönliche Schreibweise Mönchengladbachs hat nur elf Buchstaben. kk, seeg

Quelle: RP
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