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Arbeiterwohlfahrt
Vormünder für Flüchtlinge gesucht

Mönchengladbach. Für ihr Projekt "Vertrauenssache" sucht die Arbeiterwohlfahrt ehrenamtliche Vormünder. Damit soll unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen geholfen werden, die einen Menschen an ihrer Seite brauchen, dem sie vertrauen können und der sich für sie einsetzt. Die Jugendlichen haben oft eine lange Flucht vor Krieg, Gewalt und Verfolgung hinter sich und sind ohne Eltern, Geschwister und Freunde nach Deutschland gekommen.

Für eine Tätigkeit als ehrenamtlicher Vormund sind weder rechtliche Vorkenntnisse noch eine spezielle Ausbildung nötig, sondern lediglich die Bereitschaft, etwas Zeit zu investieren. Als rechtliche Vertretung entscheidet der Vormund gemeinsam mit seinem Mündel etwa, auf welche Schule dieser geht, stellt einen Asylantrag oder unterschreibt einen Ausbildungsvertrag. Die Awo qualifiziert die ehrenamtlichen Vormünder und begleitet sie anschließend mit Fachkräften. Zudem soll es einen regelmäßigen Austausch zwischen den Vormündern geben.

Alle Interessierten lädt die Awo zu einem Informationsabend am Donnerstag, 7. Dezember, ein. Los geht es um 19 Uhr im Konferenzraum im 2. Obergeschoss der Geschäftsstelle, Brandenbergerstraße 3-5. Dabei werden Projektkoordinator Hendrik Fugmann, Torsten Gumbrecht, Vorstandsmitglied des Bundesfachverbands unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, und Michael Maas, Jugendhilfereferent des Awo-Bezirks Niederrhein, sprechen und Fragen beantworten. Maas, selbst rechtlicher Vormund eines 17-Jährigen aus Afghanistan, wird von seinen Erfahrungen berichten. Eine Anmeldung ist nicht nötig, Infos unter Hendrik.Fugmann@kv.awomg.de.

(kess)
 
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