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Martinszug
Warum Bernd Gothe fremd bettelte

Mönchengladbach. Zugleiter Elmar Eßer von der Marketinggesellschaft schritt am Sonntag suchenden Auges das Schaffrath-Gelände ab: "Wo ist der Bernd?", wollte er wissen und meinte Karnevals-Boss Bernd Gothe. Der saß direkt vor ihm und freute sich diebisch, dass Eßer ihn nicht erkannte hatte. Dabei wuppen die Beiden seit vielen Jahren gemeinsam den reibungslosen Ablauf des Veilchendienstagszugs. Doch mit wuseliger Perücke, stark geschminkt und mit ungewohntem Outfit war Gothe tatsächlich erst beim zweiten genauen Hinschauen zu erkennen.

Denn an dem Abend war er der Bettler beim Martinszug, den Schaffrath das erste Mal veranstaltet hatte. "Sonst bettele ich nur für den Karneval", sagte Gothe lachend. Aber für das Brauchtum kann man Gothe immer gewinnen - auch wenn es um den heilige Martin geht. Das weiß natürlich auch Unternehmerin Renate Schaffrath, die die Idee hatte, einen Martinszug auf die Beine zu stellen. Und so fragte sie zwei prominente Gladbacher für die Hauptrollen: Sowohl Michael Schroeren als auch Gothe sagten sofort zu - und erlebten ihre Martinspremieren.

Und Gothe beglückwünschte das Unternehmer-Ehepaar Renate und Friedhelm Schaffrath für ihre Initiative. "Was Sie hier heute für diese wichtige Tradition leisten, kann man Ihnen gar nicht hoch genug anrechnen."

(jüma)
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