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Am Freitag Um 19 Uhr Auf Dem "fohlenplatz":
Weisweiler Elf gegen Vatikan-Team - das ist schon Tradition

Mönchengladbach. Nach den Gesetzen des Niederrheins ist es Tradition, dass die Weisweiler Elf, die Traditionsmannschaft Borussias, gegen das Fußballteam des Vatikans spielt. Zweimal gab es den Vergleich, und am Freitag um 19 Uhr steht der dritte an. Und wenn etwas dreimal passiert ist, bekommt es in hiesigen Gefilden das Etikett "Tradition". Vor dem Spiel wird die Weisweiler Elf für das 25-jährige Bestehen geehrt.

Gespielt wird auf dem Fohlenplatz neben dem Stadion. Der Grund: Als das Spiel, das sozusagen der vorgelagerte Teil der am Samstag stattfindenden Saisoneröffnung ist, vereinbart wurde, war noch offen, gegen wen Borussia wann und wo das erste Play-off zur Champions League austrägt. Ein Heimspiel am Dienstag wäre möglich gewesen, so dass Sonntag nicht mehr hätte gespielt werden dürfen im Stadion. Es hat sich entzerrt durch das Bern-Los, doch bleibt es beim Fohlenplatz.

"Die Spiele gegen den Vatikan haben für uns einen besonderen Stellenwert", sagt Jörg Jung, neben Peter Wynhoff und Karlheinz Pflipsen Geschäftsführer des Traditionsteams. Das erste Spiel gab es fast auf den Tag genau vor zwei Jahren. Es war das erste Mal, dass das vatikanische Team "auswärts" spielte. 8:1 siegten die Gladbacher gegen die kickenden Mitglieder der vatikanischen Gendarmerie, der Schweizer Garde und des Staatssekretariats.

Das Rückspiel im Vatikan am 9. Oktober des vergangenen Jahres ging schon knapper aus, dieses Mal gab es ein 6:4. Das jedoch war Nebensache für die Gladbacher. Denn Papst Franziskus gewährte ihnen eine Audienz. "Unvergesslich" ist der Moment, als der Pontifex den Raum betrat, noch heute für Jörg Jung. Die Verbindung zum Vatikan gibt es durch Borussias Vize Rainer Bonhof. Der hatte schon drei Papst-Audienzen und brachte dabei die Idee eines sportlichen Wettstreits auf. "Es ist eine große Ehre für uns, die Auswahl des Vatikans erneut als Gast bei uns willkommen zu heißen, und hoffen natürlich, dass zahlreiche Zuschauer den Weg in den Borussia-Park finden, um dem Spiel einen würdigen Rahmen zu geben", sagt Bonhof. Klar ist: Die Tradition soll weitergehen. "Natürlich wollen wir gern wieder zum Rückspiel nach Rom reisen", sagt Jung.

(kk)
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