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Schützenkooperation
Zwei Bruderschaften - ein Vogelschuss

Mönchengladbach. Die St.-Vitus-Laurentius-Bruderschaft Stadtmitte und die St.-Josef-Bruderschaft Westend sind im Bezirksverband etwas Besonderes. Nicht, weil sie zu den kleinsten gehören. Die Westender feiern traditionell als Erste. Die Bruderschaft aus Stadtmitte war einst die größte Bruderschaft der Stadt. Heute haben beide Bruderschaften Probleme. Genau darum wagen sie nun ein Experiment. "Wir kennen uns von vielen gegenseitigen Besuchen und Teilnahmen an anderen Schützenfesten. Daher haben wir überlegt, ob man nicht eine Veranstaltung gemeinsam machen kann", erzählt Eberhard Boekers, Präsident der Schützen aus Stadtmitte.

Eine Gelegenheit dafür wurde schnell gefunden. "Zeitlich und organisatorisch bot sich der Vogelschuss an", sagt Hans-Peter Thönes, Präsident der Schützen im Westend. Die Bruderschaften teilen sich die Kosten und feiern in größerer Gemeinschaft. Am Samstag, 10. September, versammeln sich die beiden Bruderschaften ab 12.30 Uhr vor dem Jugendclubhaus Westend. Zuerst wird der Jungkönig ermittelt. Ab 14 Uhr geht es um die Ehre des Gästekönigs der St.-Vitus-Laurentius- Bruderschaft. Um 15 Uhr beginnt das Ehrenscheibenschießen für Jedermann. Um 16 Uhr ermitteln die Schützen aus Stadtmitte ihren König, ab 17 Uhr die Bruderschaftler aus dem Westend. Der gemeinsame Umzug durch das Westend startet gegen 18.15 Uhr und endet mit der gemeinsamen Proklamation gegen 19.15 Uhr im Jugendclubhaus. Bei der Bruderschaftsparty ab 19.45 Uhr spielen die Rabaue. Der Beginn einer Fusion ist das Experiment jedoch nicht. Den Bruderschaften geht es vielmehr darum, zu zeigen, wie kleine Vereine sich gegenseitig helfen können.

(cli)
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