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Mönchengladbach
Stadtsportbund: Gerkens ist jetzt Ehrenpräsident

Mönchengladbach: Stadtsportbund: Gerkens ist jetzt Ehrenpräsident
Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, der scheidende Präsident Bert Gerkens, sein Nachfolger Wolfgang Rombey und der neue Vize-Präsident Christoph Wellens. FOTO: Ilgner Detlef (ilg)
Mönchengladbach. Nach 17 Jahren übergibt der 75-Jährige sein Amt an Wolfgang Rombey. Der übernimmt einen "gut aufgestellten" SSB. Von Karsten Kellermann

Bert Gerkens war am Samstag erst mal noch Präsident. Als solcher leitete er die Versammlung des Stadtsportbundes, die die Zukunft des SSB auf den Weg bringen sollte. Es war seine letzte Amtshandlung nach 17 Jahren als Boss des Dachverbandes des Mönchengladbacher Sports. Zufrieden war er, als die Vertreter von 45 Vereinen (207 sind es insgesamt) den vorgeschlagenen Satzungsänderungen einstimmig zustimmten. Danach erklärte er offiziell, was er vor einem Jahr beschlossen hatte: seinen Rücktritt als Präsident. Als kurz darauf Nachfolger Wolfgang Rombey ebenfalls durch ein einstimmiges Votum inthronisiert wurde, war Gerkens Ex-Präsident. Am Ende des Tages war er dann SSB-Ehrenpräsident.

"Erleichterung" verspürte der 75-Jährige, als später der Empfang im Kaisersaal des Haus Erholung zum 40. Geburtstag des SSB und zu seiner Verabschiedung vorbei war. Es gab viele nette Worte für ihn, "ich hatte mehr Kritik erwartet", gestand Gerkens. Er habe die "Weichen für die Zukunft des SSB gestellt", sagte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners und stellte fest, dass Gerkens stets mit "Leidenschaft für den Sport unterwegs gewesen sei". Der Sportausschussvorsitzende Frank Boss erinnerte sich, dass Gerkens "immer klare Worte gefunden hat, aber auch ein Diplomat war". In dieser Doppelrolle habe Gerkens "immer Verbesserungen für den Sport gewollt", sagte Manfred Peppekus, Vize-Präsident des Landessportbundes.

Gerkens will sich nun mehr Zeit nehmen, zu reisen, "ich werde oft weg sein". Das kann er, denn es gibt nun weniger Termine in seinem Leben. Gleichwohl wird er weiter für den Sport und den Sportbund da sein - als Berater, Ideengeber und sicherlich weiter auch als der Kämpfer, der er immer war. "Ich bin froh, dass ich einen leistungsfähigen SSB übergebe, das ist mir wichtig", sagte Gerkens. Gerührt war er durchaus an diesem für ihn so wechselvollen Tag, das war spürbar.

Wolfgang Rombey, früher Stadtdirektor und Sportdezernent, "bringt alle Voraussetzungen mit, um das Profil des Stadtsportbundes zu stärken", befand Hans-Wilhelm Reiners. Er geht von einer "guten Zusammenarbeit" mit dem neu aufgestellten Stadtsportbund aus. "Wir haben eine gute Mannschaft zusammen", versicherte Beate Fränken, ebenfalls Ehrenpräsidentin des SSB. Wolfgang Rombey fasste es so zusammen: Axel Tillmanns sei als neuer Geschäftsführer "der Spielführer", er selbst als Präsident "der Trainer", der neue Vize-Präsident Christoph Wellens "der Co-Trainer". Die erneuerte Satzung ist die Basis für die künftige Arbeit. Die taktische Ausrichtung des Stadtsportbundes ist offensiv: "Es gibt viel zu tun", sagte Rombey.

Das neue Sportentwicklungskonzept ist der Leitfaden für die Arbeit und sorgt für Transparenz nach außen. "So weiß jeder, was der SSB tut", sagte Rombey. Zunächst gilt es, Anja Schmale und Björn Eckert zu ersetzen, die Lehrerstellen bekommen haben. Das Bewerbungsverfahren läuft bis Ende März. Der SSB will unter anderem die Klubs stützen und unterstützen, aktuelle Themen aufgreifen, das Ehrenamt stärken. Kurz: Der SSB will als Interessenvertreter der Klubs präsent sein und weiter für den Sport kämpfen. Ganz im Sinne von Bert Gerkens.

Quelle: RP
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